Der Atelierverkauf aus der Sicht einer Kunstmarktexpertin mit vielen Hinweisen und Ratschlägen
Muss man als Künstler mit einer Galerie zusammenarbeiten?
Diese Frage ist klar mit nein zu beantworten! Es geht auch ohne, nur ist es, sofern die Kunst in Zukunft alleinige Einkommensquelle werden soll, nicht unbedingt einfach.
Eine gute Galerie sollte dem Künstler wesentliche Dinge abnehmen: Kaufverhandlung mit den Sammlern, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Transportorganisation, im Idealfall auch die Bearbeitung von Leihanfragen sowie die Vermittlung der künstlerischen Konzepte an Ausstellungsmacher und vieles mehr. Leider leisten dies die wenigsten Galerien, denn die intensive Betreuung eines Künstlers ist zeitaufwändig und oft nur von Händlern mit Mitarbeiterstamm zu erfüllen, kleine Galerien sind in der Regel personell unterbesetzt.
Galerien leisten im Kulturbetrieb eine wichtige Aufgabe: Sie bieten Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit ausstellen, wenn Museen noch kein Interesse haben oder bevor institutionelle Einrichtungen Interesse entwickeln. Eine Ausstellungspraxis ist unabdingbar, daran misst sich der Bekanntheits- und Reifegrad eines Künstlers. Darauf achten auch Sammler.

Das Atelier als Verkaufsort
Als Alternative bietet sich die Selbstvermarktung aus dem eigenen Atelier heraus an. Klarer Vorteil: Sie sind nicht den Launen eines ja doch zu oft divergenten Ausstellungsprogramms ausgesetzt, Sie bekommen sogleich persönlichen Kontakt zu den Freunden Ihrer Kunst und Sie müssen keine Provisionen abtreten. Wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen, ist allerdings einiges zu beachten.
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