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	<title>Tipps &#38; Tricks zum Verkauf von Kunst</title>
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	<description>Ein Service für Mitglieder der Kunst Arbeitsgemeinschaft</description>
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		<title>Kunst UND Kommerz? Künstlerischer Ruhm und Wohlstand fallen nicht vom Himmel</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 12:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bekanntheit / Reputation]]></category>
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		<description><![CDATA[Teil 1: Warum Sie sich unbedingt die Zeit für Ihr Marketing nehmen sollten „Wer wirklich Kunst machen will, sollte sich nicht darum kümmern, ob er damit erfolgreich ist. Er sollte tun, was er tun muss!“ Dieser Standpunkt, der zugleich auch eine Haltung vieler jüngerer Künstler ist, die sich dem allseitigen Drang nach Wertsteigerung des Kunstschaffens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Teil 1: Warum Sie sich unbedingt die Zeit für Ihr Marketing nehmen sollten</em></p>
<p>„Wer wirklich Kunst machen will, sollte sich nicht darum kümmern, ob er damit erfolgreich ist. Er sollte tun, was er tun muss!“ Dieser Standpunkt, der zugleich auch eine Haltung vieler jüngerer Künstler ist, die sich dem allseitigen Drang nach Wertsteigerung des Kunstschaffens verweigern wollen, passt zu dem Idealbild des Künstlers, das früheren Jahrhunderten entstammt. Es ist das Bild des darbenden Künstlers, der sich wie Vincent van Gogh von Kaffee und Absinth ernährte und für jede Tube Farbe seinen Bruder Theo um Geld bitten musste, dabei Zeit seines Lebens nie ein Werk verkauften konnte. Einzig und allein der arme Bohemien ist zu wahrer Kunst fähig, mag man denken und hat dabei Spitzwegs „Armen Poeten“ vor Augen. Denn, so scheint es, mancher „Malerfürst“ vergangener Jahrhunderte ist heute nur noch Spezialisten bekannt, während ein Vincent van Gogh zu den berühmtesten Persönlichkeiten überhaupt zählt. Doch auch dieser hat sich nichts sehnlicher gewünscht als die Anerkennung seiner Zeitgenossen, die ausblieb, weil er voller Eigensinn seine Kunst verfolgte, anstatt sich dem allgemeinen Geschmack anzupassen.</p>
<p><strong><span id="more-973"></span>Auch van Gogh wäre gerne zu Lebzeiten anerkannt gewesen</strong></p>
<p>So träumt auch heute mancher den Traum der plötzlichen Entdeckung, des unerwarteten Ruhmes, der erhofft wird, aber ungeplant wie ein Lottogewinn über einen kommen soll. Einige Galerien denken leider in gleicher Weise und versagen sich ein intensives Marketing, stellen ihre Schützlinge bloß aus in der seligen Erwartung einer Resonanz in der Kunstpresse – und eines plötzlichen Sammleransturms.</p>
<p>Sich dem Kommerz zu verweigern, hat in der heutigen Zeit sehr wohl seine Berechtigung! Natürlich schielt die Kunstpresse eher auf Projekte, die scheinbar nicht kommerziell angelegt sind, verweigert populärer Kunst, die sich mit einfachen, visuellen, althergebrachten Mitteln „gut“ verkauft oder verkaufen will, die Aufmerksamkeit. Aber angesichts der Tatsache, dass kaum mehr als zwei Prozent aller künstlerisch Tätigen von ihrer Kunst sehr gut bis gut leben kann, sollte sich jeder einen Weg suchen, es wenigstens in die obere Hälfte zu schaffen, denn dass Ruhm und Wohlstand nicht von selbst kommen, dürfte eigentlich klar sein, darum darf ruhig ein bisschen Arbeit investiert werden. Nun gibt es auch künstlerisch Tätige, die aus finanzieller Sicht ein sorgenfreies Leben führen, weil aus glücklichen Umständen heraus Mittel vorhanden sind. Aber auch das heißt nicht, dass Erfolge vom Himmel fallen, oder dass diese es in Markt und Szene besonders leicht hätten.</p>
<p>Die Frage ist nun für den künstlerisch Tätigen, ob er weiterhin für sich arbeitet oder ob er sein Werk nach außen bringt respektive es an Erwartungen anpasst. Das lässt sich sehr wohl auch an bekannten und gut verdienenden Künstlern nachvollziehen.</p>
<p><strong>Kunst oder Kommerz? Besser: Sowohl als auch</strong></p>
<p>Besucht man eine Einzelpräsentation in einem bedeutenden Museum und geht gleich danach in die zuständige Galerie des ausgestellten Künstlers, nimmt man sehr häufig wahr, dass dieser zum einen für sein Ansehen mit oftmals anspruchsvollen, großformatigen und aufwändigen Werken aufwartet, zum anderen für den Markt „verkaufbare“ Produkte herstellt.</p>
<p>Verkäufe bedeuten Anerkennung, Anerkennung für Form, Konzept und Ästhetik eines Werkes. Eine überzeugende Arbeit kann nur der leisten, der den Kopf dafür frei hat. Doch oft sind es all die Nebentätigkeiten, die davon abhalten, sich im Atelier ganz der künstlerischen Arbeit zu widmen: Steuer und Finanzen, Broterwerb durch (kunstfernen) Neben- oder Hauptberuf, Ausstellungsvorbereitungen usw. Deren Notwendigkeit nötigt, sich regelmäßig Zeit für die lästigen Tätigkeiten zu nehmen, wie E-Mails beantworten, Listen, Finanzen, Rechnungen schreiben und Telefonate führen. Termine stehen und müssen eingehalten werden.</p>
<p><strong>Bekanntheit will erarbeitet werden</strong></p>
<p>Dieses ist die Pflicht, Maßnahmen zur Selbstvermarktung erscheinen nicht dringend, daher werden sie gerne vor sich her geschoben – oder abgelehnt, weil man ja „nicht kommerziell“ wirken will. Doch es geht nicht allein um Verkäufe, sondern darum, die eigene Bekanntheit zu erhöhen. Ohne Vermarktung geht dies kaum. Das ließe sich am Beispiel vieler Vertreter der Top-100-Liga belegen, allen voran Gerhard Richter, der schon in jungen Jahren, über Netzwerke und geschicktes Platzieren seiner Werke in Galerien (dabei mit großzügigen Rabatten lockend) seinen Bekanntheitsgrad zu steigern wusste.<em> (Lektüreempfehlung: Günter Herzog et. al.: Ganz am Anfang/How it all began. Richter, Polke, Lueg &amp; Kuttner, in: sediment, hrsg. v. Zentralarchiv zur Geschichte des Kunsthandels, Heft 7/2004)</em> Natürlich ist es auch Teil der Aufgaben einer Galerie, sofern man mit einer verbunden ist. Darüber hinaus kann es sich lohnen, dieser zusätzliche Zeit zu widmen.</p>
<p>Nehmen Sie sich also wöchentlich eine kleine Auszeit, um über grundlegende Dinge nachzudenken: Was möchten Sie erreichen? Auf dem Markt Fuß fassen? Die Bekanntheit erhöhen? Neue Kontakte zu Handel, Sammlern, Kuratoren knüpfen? Verkäufe steigern? In Ausstellungen vertreten sein?</p>
<p>Wenn Sie sich regelmäßig ein Stündchen für das Marketing nehmen und damit einhergehende Maßnahmen <em>(die wir Ihnen nach und nach vorstellen möchten)</em> ergreifen, sind Sie auf dem richtigen Weg. Das gibt auch das gute Gefühl, alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben, und erste positive Resultate mögen letztendlich auch die eigene künstlerische Produktion motivieren oder in eine neue Richtung führen.</p>
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		<item>
		<title>Social Media für Künstler: Kostenlose PR über Facebook</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 12:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bekanntheit / Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[PR / Pressearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Soziale Netzwerke eignen sich nicht nur zum virtuellen Plausch mit „Freunden“, sondern können prima PR-Werkzeuge sein. Auch Künstler könnten von der „WWW-Werbetrommel“ profitieren, sollten aber umsichtig mit ihren Veröffentlichungen umgehen. Sie heißen Facebook, Mister Wong, Webnews, Yigg, Twitter etc. Es gibt immer mehr der sogenannten „Social Medias“. Facebook &#38; Co. finden inzwischen sogar Akzeptanz in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soziale Netzwerke eignen sich nicht nur zum virtuellen Plausch mit „Freunden“, sondern können prima PR-Werkzeuge sein. Auch Künstler könnten von der „WWW-Werbetrommel“ profitieren, sollten aber umsichtig mit ihren Veröffentlichungen umgehen.</em></p>
<p><span id="more-948"></span>Sie heißen Facebook, Mister Wong, Webnews, Yigg, Twitter etc. Es gibt immer mehr der sogenannten „Social Medias“. Facebook &amp; Co. finden inzwischen sogar Akzeptanz in der Geschäftswelt –  von der Politik bis zur Kultur, von der Wissenschaft bis zu den Medien wird gepostet und getwittert. Sie alle haben erkannt: Über Facebook wird man leicht schneller gefunden und besser wahrgenommen, als über die technisch aufwendigste Homepage. Doch bei aller Euphorie ist Vorsicht geboten, denn was einmal im Umlauf ist, ist nicht mehr zu stoppen. Und wohin die Daten fließen, bleibt ungewiss.</p>
<p><strong>Was aber fasziniert an diesen „Social Medias“?</strong></p>
<p>Bleiben wir beim Beispiel Facebook: Nirgends woanders wird so schnell und einfach kommuniziert, kontaktiert und verabredet. Diese Medien haben einen entscheidenden Vorteil: Sie informieren – im Gegensatz zum zweigleisigen Mailverkehr – im Kreis vieler sogenannter „Freunde“. Das heißt, jede Aktion wird von mehreren Menschen gleichzeitig gesehen, damit ist Facebook ein effizientes Multiplikations-Instrument, das rasend schnell Informationen um den Erdball treiben kann. Jede neue Aktion wird von den Freunden gesehen, klicken die ihrerseits auf den „gefällt mir“-Button, erhalten auch die Freunde der Freunde einen Hinweis auf den neuen Beitrag <em>(siehe Abb1 unter dem Foto)</em>. So entsteht ein Informationsfluss im Schneeballsystem. In einem Spiegel-Interview verrät der amerikanische Künstler Aaron Hobson, wie er in kürzester Zeit internationale Aufmerksamkeit für seine Fotokunst bekam, einzig über die Verbreitung eines solchen Sozialen Netzwerks  <em>(Interview: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,799124,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,799124,00.html</a>)</em>.</p>
<p>Wer Facebook also richtig nutzt, kann eine sehr effektive PR-Maschinerie in Gang setzen und eine kostenlose Werbetrommel rühren.</p>
<p><strong>Facebooknutzer sind</strong><strong> gleichermaßen</strong><strong> Voyeure und Darsteller</strong></p>
<p>Als Kultur-Journalistin und Redakteurin bei einem Kulturmagazin nutze ich Facebook für meine Recherchen. Als jemand der beruflich ständig neugierig ist und nach Geschichten sucht, werde ich bei Facebook häufig fündig. Zu meinem Freundeskreis gehören inzwischen viele Künstler und Veranstalter, die im Facebook auf ihre Neuigkeiten hinweisen. Damit bleibe ich auf dem aktuellem Stand. Ich beobachte quasi die Kultur-Szene und nehme Kontakt auf, wenn ich eine Story wittere. Das kann eine Konzertankündigung eines Veranstalters sein, ein neues Bandvideo einer Musikgruppe oder die Bildergalerie eines Malers oder Bildhauers. Als Künstlerin veröffentliche ich auf Facebook eigene Themen. Ich lade zum Beispiel auf meine Ausstellung ein oder weise auf neue Arbeiten hin.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-950" title="facebook-kuenstler_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/facebook-kuenstler_400px.jpg" alt="Facebook Screenshot" width="400" height="326" /><br />
<em>Abb1.: Es geht ganz leicht Inhalte aus anderen Internetseiten ins Facebook zu laden. Viele Webseiten haben inzwischen den blauen Facebook-Button mit dem „f“ integriert – ein Klick darauf genügt und schon ist ein Beitrag mit Bild, Titel und Einleitungstext auf der eigenen Facebook-Seite gepostet.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Facebook ist beliebt &#8211; aber nicht ohne Risiko</strong></p>
<p>Doch bei aller Euphorie birgt Facebook auch Gefahren. Ausführlich hat darüber die „PC Welt Online“ geschrieben <em>(<a href="http://www.pcwelt.de/ratgeber/Anzeige-Diese-Risiken-drohen-bei-Facebook-Co-1408925.html" target="_blank">http://www.pcwelt.de/ratgeber/Anzeige-Diese-Risiken-drohen-bei-Facebook-Co-1408925.html</a>).</em> Zum Beispiel werden die veröffentlichten Angaben eines Benutzers von Facebook nicht nur von Google ausgewertet, sondern auch von Personensuchmaschinen wie Yasni. Das heißt, unbeliebte Spam-Mails könnten sich in der persönlichen Mailbox häufen. Man sollte auch wissen, dass Facebook alle Daten aufhebt, auch wenn sie der Benutzer längst gelöscht hat. Facebook kann angeblich registrierten wie lange man online war, wann und zu welcher Zeit man sich einloggt.</p>
<p>Eine eigene Facebook-Seite ist schnell eingerichtet: Registrieren, Profil erstellen <em>(persönlichen Angaben sind freiwillig!)</em>, Bild einfügen <em>(ist ebenfalls freiwillig)</em> &#8211; fertig! Und schon kann es losgehen mit der Suche nach Freunden und dem „Posten“ von eigenen Nachrichten.</p>
<p><strong><br />
Wichtige Regeln für die PR via Facebook</strong></p>
<p>Wer Facebook professionell für seine Public Relation nutzen will, der sollte ein paar wichtige Regeln beachten:</p>
<ol>
<li><strong>Nicht die Menge macht die Qualität.</strong> Überfordern Sie ihre Kontaktpartner nicht mit permanenten Neuigkeiten.</li>
<li><strong>Überlegen Sie genau, welche Informationen Sie veröffentlichen wollen</strong>, denn einmal im Netz, heißt kein Zurück mehr.</li>
<li><strong>Achten Sie auf Aktualität</strong> Ihres Profils und auf den Neuigkeitswert Ihrer Themen.</li>
<li>Social Medias sind keine Blogs. <strong>Formulieren Sie ihre Beiträge kurz und knapp</strong> <em>(bei Twitter sind sogar nur 140 Zeichen pro Eintrag möglich)</em>.</li>
<li><strong>Facebook &amp; Co. sind Kommunikationsplattformen.</strong> Machen Sie sich interessant, aber klopfen Sie keine plumpen Werbesprüche. Bleiben Sie eher subtil in Ihren Werbebotschaften. Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die eigenen Bilder und Ausstellungstermine, indem sie Fotos Ihrer Malerei auf Facebook veröffentlichen und auf Ihr eigene Homepage verlinken.</li>
</ol>
<p><strong><br />
Was sollte ich auf Facebook sonst noch tun und was lieber lassen?</strong></p>
<p><strong>Tun:</strong> Eine eigene Seite einrichten mit Namensangabe und einem Profilfoto. Natürlich sollten Sie, wenn Sie die Facebook-Seite zum Marketing nutzen wollen, beim Porträtfoto, das Sie selbst zeigt,  bleiben, wobei das Foto ruhig auffallend, ungewöhnlich oder witzig sein darf, je nach Typ.<br />
<strong>Lassen:</strong> Der Name sollte natürlich der richtige sein, aber mehr private Kontaktdaten würde ich im Facebook nicht veröffentlichen. Sie können ja auf die eigene Homepage verweisen. Machen Sie keine weiteren persönlichen Angaben zu Wohnort, Ausbildung, Arbeitgeber, Hobbies etc.</p>
<p><strong>Tun:</strong> Suchen Sie nach Freunden, Kollegen, Institutionen, die Sie kennen und stellen Sie ruhig eine Kontaktanfrage.<br />
<strong>Lassen:</strong> Kontaktieren Sie keine unbekannten Personen, die Ihnen Facebook am rechten Bildschirmrand vorschlägt.</p>
<p><strong>Tun:</strong> Nehmen Sie Kontaktanfragen an, sofern Sie die Person kennen.<br />
<strong>Lassen:</strong> Hier gilt es ebenfalls: Ablehnen, wen man nicht kennt.</p>
<p><strong>Tun:</strong> Informieren Sie über ihre Aktivitäten als Künstler, etwa über ihre Ausstellungseröffnung, Ort, Datum, Zeit. Über neue Arbeiten, über Ausstellungen von Kollegen etc.<br />
<strong>Lassen:</strong> Geben Sie nicht Ihre Meinung über Politik, Religion oder sonstige persönliche Themen preis. Wutausbrüchen, Lästern und Meckerei sollten Sie auf gar keinen Fall über Facebook freien Lauf lassen. Das kann schnell schiefgehen und zurückschlagen. Und was einmal im Netz ist, bleibt für ewig.</p>
<p><strong>Tun:</strong> Veröffentlichen Sie Fotos über ihre eigene Arbeit, über ihre Produkte, über ihre Ausstellung. Sollten Sie über andere Ausstellungen Bilder veröffentlichen wollen, dann nur mit Absprache der Verantwortlichen.<br />
<strong>Lassen:</strong> Vermeiden Sie Abbildungen von anderen Personen im Großformat<em> (Persönlichkeitsrecht)</em> oder von öffentlichen Einrichtungen, wie Innenräume von Museen, Bilder von Kunstgegenständen etc.</p>
<p><strong>Tun:</strong> Sie können Beiträge kommentieren oder als „gefällt mir“ anklicken, aber immer mit dem Wissen, dass alles was Sie tun, öffentlich ist und einmal abgeschickt nicht mehr rückgängig zu machen ist. Sie sollten nur Links öffnen, wenn Sie die Person kennen.<br />
<strong>Lassen:</strong> Finger weg von Werbeeinträgen auf Ihrer sogenannten Pinnwand, die über Facebook angeboten werden. Man kann nicht sicher sein, dass Hacker dahinter stecken oder Viren im Umlauf sind.</p>
<p><strong><br />
Beispiele aus dem Facebook</strong></p>
<p><strong>Fotograf und Streetartist Slinkachu:</strong><br />
Der Londoner Fotograf und Streetartist Slinkachu nutzt Facebook. Er zeigt regelmäßig Filmsequenzen seiner aktuellen Projekte. 11.151 Freunde hat Slinkachu <em>(siehe Zahl links)</em> und alsich auf seiner Seite war, unterhielten sich gerade 221 Personen über seine Kunst.<br />
<em>Facebook-Seite: <a href="http://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/Slinkachu/172247876151157" target="_blank">http://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/Slinkachu/172247876151157</a></em></p>
<p><strong>Neue Pinakothek in München:</strong><br />
Die Neue Pinakothek in München hat zwar eine Facebook-Seite, kommuniziert aber nicht damit. Nur wenige Personen interessieren sich daher.<br />
<em>Facebook-Seite: <a href="http://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/Neue-Pinakothek/152396548134080" target="_blank">http://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/Neue-Pinakothek/152396548134080</a></em></p>
<p><strong>Kulturbühne Hinterhalt im Münchner Süden:</strong><br />
Im Musikgeschäft ist Facebook bereits zum anerkannten PR-Instrument geworden. Nicht nur die Musiker kommunizieren ihre Konzerte, auch die Kulturbühnen machen auf ihr Programm aufmerksam. 2000 Freunde hat der Hinterhalt <em>(siehe linke Seite)</em>.<br />
<em>Facebook-Seite: <a href="http://www.facebook.com/?ref=home#!/profile.php?id=100001622629806" target="_blank">http://www.facebook.com/?ref=home#!/profile.php?id=100001622629806</a></em></p>
<p>Probieren Sie Facebook aus! Ich lade Sie auf meine Seite ein. Melden Sie sich an und kontaktieren Sie mich unter: <em><a href="http://www.facebook.com/?ref=home#!/profile.php?id=1756351213" target="_blank">http://www.facebook.com/?ref=home#!/profile.php?id=1756351213</a></em></p>
<p><em><br />
Facebook laut Wikipedia-Erläuterung:</em><br />
<em> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Geht es auch ohne Galerie? Kunst direkt aus dem Atelier verkaufen</title>
		<link>http://tippsundtricks.kunst.ag/geht-es-auch-ohne-galerie-kunst-direkt-aus-dem-atelier-verkaufen/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Preis / Wert]]></category>
		<category><![CDATA[Sammler]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Atelierverkauf aus der Sicht einer Kunstmarktexpertin mit vielen Hinweisen und Ratschlägen Muss man als Künstler mit einer Galerie zusammenarbeiten? Diese Frage ist klar mit nein zu beantworten! Es geht auch ohne, nur ist es, sofern die Kunst in Zukunft alleinige Einkommensquelle werden soll, nicht unbedingt einfach. Eine gute Galerie sollte dem Künstler wesentliche Dinge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Atelierverkauf aus der Sicht einer Kunstmarktexpertin mit vielen Hinweisen und Ratschlägen</em></p>
<p>Muss man als Künstler mit einer Galerie zusammenarbeiten?</p>
<p>Diese Frage ist klar mit nein zu beantworten! Es geht auch ohne, nur ist es, sofern die Kunst in Zukunft alleinige Einkommensquelle werden soll, nicht unbedingt einfach.</p>
<p>Eine gute Galerie sollte dem Künstler wesentliche Dinge abnehmen: Kaufverhandlung mit den Sammlern, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Transportorganisation, im Idealfall auch die Bearbeitung von Leihanfragen sowie die Vermittlung der künstlerischen Konzepte an Ausstellungsmacher und vieles mehr. Leider leisten dies die wenigsten Galerien, denn die intensive Betreuung eines Künstlers ist zeitaufwändig und oft nur von Händlern mit Mitarbeiterstamm zu erfüllen, kleine Galerien sind in der Regel personell unterbesetzt.</p>
<p>Galerien leisten im Kulturbetrieb eine wichtige Aufgabe: Sie bieten Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit ausstellen, wenn Museen noch kein Interesse haben oder bevor institutionelle Einrichtungen Interesse entwickeln. Eine Ausstellungspraxis ist unabdingbar, daran misst sich der Bekanntheits- und Reifegrad eines Künstlers. Darauf achten auch Sammler.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-942" title="atelier-verkauf_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/atelier-verkauf_400px2.jpg" alt="" width="400" height="265" /></p>
<p><strong><br />
Das Atelier als Verkaufsort</strong></p>
<p>Als Alternative bietet sich die Selbstvermarktung aus dem eigenen Atelier heraus an. Klarer Vorteil: Sie sind nicht den Launen eines ja doch zu oft divergenten Ausstellungsprogramms ausgesetzt, Sie bekommen sogleich persönlichen Kontakt zu den Freunden Ihrer Kunst und Sie müssen keine Provisionen abtreten. Wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen, ist allerdings einiges zu beachten.</p>
<p><span id="more-931"></span><strong><br />
Klare Preispolitik und nachvollziehbare Preisfindung</strong></p>
<p>Fertigen Sie ein Verzeichnis ihrer Werke an. Machen Sie feste Verkaufspreise, die Sie zukünftig auch bei Ausstellungen als Versicherungsrichtwerte angeben. Sollten Sie einmal bei einem Händler unterkommen, so wären auch hier diese Preise Richtwerte (von denen er für seine Mühen i. d. R. eine Provision von bis zu 50 % des Verkaufspreises bekommt).<br />
Man kann zwischen einer „Preisfestsetzung nach Gefühl“ und „Preisen nach dem Größenverhältnis“ unterscheiden. Erstere entstehen nach dem subjektiven Wert (Aufwand der Herstellung, Materialkosten, Ästhetik), kurz gesagt: Ein persönlich als gelungen empfundenes Bild soll einen höheren Preis erzielen als ein im Vergleich größeres Bild, das mit deutlich weniger Aufwand entstanden ist.</p>
<p>Ungeachtet solcher subjektiven Maßstäbe generiert sich „der Preis nach Größe“. Bei flachen Formaten nimmt man einen Faktor an und multipliziert ihn mit der Addition aus Länge und Breite eines Werkes. So würde ein Bild von 90 x 120 cm bei einem angenommenen Faktor 12 und ein wenig abgerundet 2.500 Euro kosten (im Vergleich dazu: Gerhard Richter erzielte auf der jüngsten Auktion einen Faktor von über 81.000). Dieser zweite Weg zur Preisfindung ist objektiver und für den Sammler durchschaubarer, auch Händler können so ohne Rückfrage Preise setzen.</p>
<p><strong><br />
Preise halten, professionell verhandeln und der Umgang mit Rabatte</strong>n</p>
<p>Denken Sie daran, dass man einen Preis nicht nach unten korrigieren sollte. Was einmal steht, sollte nicht günstiger werden. Darum ist vorab gründlich zu überlegen: Nehme ich eher einen kleineren Faktor, dann kann ich vielleicht eher etwas verkaufen. Oder geht es mir nicht um Verkäufe, sondern allein um den Wert an sich?</p>
<p>Bleiben Sie bei diesen einmal festgesetzten Preisen! Das heißt z.B., dass auch eine Skulptur in einer Auflage von mehreren Stücken, die bereits an den Sammler XY für 1.500 Euro verkauft wurde, nicht für weit unter diesen Preis auf eine Auktion (auch nicht auf eine Wohltätigkeitsauktion) gegeben werden sollte. Anders sieht es aus, wenn Sie im Ausland ausstellen. In Großbritannien z.B. liegen die Preise für Kunst deutlich höher. Um dort nicht als „unwichtiger“, weil günstiger Künstler zu gelten, könnte man zumindest die Transportkosten aufschlagen.</p>
<p>Denken Sie auch immer daran, dass mancher Käufer oft nach einigen Jahren das Werk wieder verkaufen möchte. Dabei tritt dieser in der Regel an Galerien oder Auktionshäuser heran. Davon abgesehen, dass spätestens dann Ihre Galerie erfährt, dass Sie, ohne diese zu informieren (und abzurechnen!), Werke verkauft haben, enttäuschen Sie Ihren Sammler, wenn er nicht mindestens den damals gezahlten Preis erzielt. Eine Galerie, die ein solches Werk in Kommission nimmt, will ja auch noch daran verdienen und schlägt 10 bis 30 % auf. Darum setzen Sie die Verkaufspreise nie zu hoch an. Wenn Sie spüren, dass die Nachfrage groß ist, steht es Ihnen immer noch frei, zu erhöhen.</p>
<p>Selbstverständlich können Sie ihren Sammlern Rabatte geben. Das tun auch Galerien. Nur sollten diese Rabatte niemals die Händlerprovision von 40 bis 50 % erreichen, damit schaden Sie sich, ihrem Händler und den Kollegen, die sich an das ungeschriebene Gebot halten, niemals ohne Wissen ihrer Galerie und schon gar nicht in der gleichen Stadt direkt aus dem Atelier heraus zu verkaufen. Rabatte von 5 bis 10 % sind völlig in Ordnung, besonders wenn ein Sammler gleich mehrere Werke erwerben will. Dass Sie nichts ohne Rechnung und Quittung herausgeben und alles versteuern sollten, versteht sich von selbst. Auf der Rechnung sollten Titel, Jahr, Material, Maße, evtl. Auflagenhöhe und die Ausstellungsorte stehen, an denen das Werk bereits präsentiert wurde.</p>
<p><strong><br />
Verkauf und finanzielle Abwicklung</strong></p>
<p>Verkauf ist eine Vertrauenssache. Der Sammler kommt, sucht aus, zahlt an. Oder er nimmt das Werk gleich mit. Was ist nun, wenn er nicht pünktlich zahlt? Wie ist das mit der Geldübergabe? Vertrauen Sie ihm oder ihr? Geben Sie das Werk gleich mit? Oder warten Sie bis zur Bezahlung? Kaum ein Atelierbesucher hat mehrere tausend Euro in bar in der Tasche. Wie wollen Sie das handhaben?</p>
<p>Leider zeigt die Erfahrung zu oft, dass der Kunde bei nicht sofort möglicher Bezahlung abspringt. Ein für diese Zwecke eingerichtetes Kreditkartengerät kann auch aufgrund der damit verbundenen Kosten keine Lösung sein. Hier sind Routine im Verkauf und ein wenig Menschenkenntnis gefragt.</p>
<p><strong><br />
Wie komme ich an Kunden?</strong></p>
<p>Lernen Sie Menschen kennen, am besten auf dem Parkett der Kunstszene. Sammeln Sie Adressen. Veranstalten Sie ein Atelierfest oder öffnen Sie regelmäßig Ihre Ateliertüren. In größeren Städten können Sie sich auch an Events wie „Open Doors“ der Künstlerateliers integrieren lassen, was allerdings voraussetzt, dass Sie hauptberuflich künstlerisch tätig sind. Informieren Sie die Presse rechtzeitig. Akzeptieren müssen Sie allemal, dass damit Fremde in den intimen Raum des Ateliers eindringen.</p>
<p><strong><br />
Fazit</strong></p>
<p>Sammler sind nicht dumm. Die meisten wissen, dass in manch‘ einem Atelier ein günstiger Preis zu machen ist, sofern der Künstler nicht den offiziellen Verkaufspreis verlangt, sondern den Händlerrabatt gewährt. Denn Künstler brauchen meistens Geld. So mag sich dann mancher Sammler einbilden, er habe ein besonderes „Schnäppchen“ gemacht. Und Künstler und Sammler mögen sich die Hände reiben, denn sie haben den „gefräßigen“ Händler umgangen. Das mag im Idealfall auch problemlos funktionieren. Doch es gibt eine ganze Reihe sehr anspruchsvoller Sammler, die ein Werk zurückbringen, weil es dem Lebenspartner nicht gefällt, und die Kaufsumme zurückverlangen oder reservieren und sich erst nach mehrmaligem Nachfragen äußern, ob sie das Stück wirklich wollen, drei Mal die Rechnung umschreiben lassen, eine besondere, oft nicht unkomplizierte Hängung vor Ort erwarten, Betreuung außerhalb der Geschäftszeiten und möglichst noch ein Glas Champagner oder mindestens einen Espresso.</p>
<p>Sich mit diesen stets unzufriedenen Kunden auseinanderzusetzen ist nicht jedermanns Sache. Der direkte Kundenkontakt kann auch als entwürdigend empfunden werden. Zudem ist es sicher nicht günstig für das eigene Image, wenn man sich den Ruf des „Billigen“ einholt. Doch wenn ein Galerist selten oder nie abrechnet und Werke zurückhält, dann mag es legitim sein, auf diese Weise für Einnahmen zu sorgen. Ist gar kein Galerist in Sicht, dann gibt es keinen anderen Weg als den, aus dem eigenen Atelier einen Laden für Kunst zu machen – und möglicherweise gefällt ja diese Situation ohne Galerie oder es findet sich, falls gewollt, auf diesem Wege ein Partner. So manche/r Künstler/in wechselte danach sogar seinen Beruf und wurde – Galerist/in!</p>
<div id="_mcePaste" class="mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Muss man als Künstler mit einer Galerie zusammenarbeiten? Diese Frage ist klar mit nein zu beantworten! Es geht auch ohne, nur ist es, sofern die Kunst in Zukunft alleinige Einkommensquelle werden soll, nicht unbedingt einfach.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine gute Galerie sollte dem Künstler wesentliche Dinge abnehmen: Kaufverhandlung mit den Sammlern, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Transportorganisation, im Idealfall auch die Bearbeitung von Leihanfragen sowie die Vermittlung der künstlerischen Konzepte an Ausstellungsmacher und vieles mehr. Leider leisten dies die wenigsten Galerien, denn die intensive Betreuung eines Künstlers ist zeitaufwändig und oft nur von Händlern mit Mitarbeiterstamm zu erfüllen, kleine Galerien sind in der Regel personell unterbesetzt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Galerien leisten im Kulturbetrieb eine wichtige Aufgabe: Sie bieten Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit ausstellen, wenn Museen noch kein Interesse haben oder bevor institutionelle Einrichtungen Interesse entwickeln. Eine Ausstellungspraxis ist unabdingbar, daran misst sich der Bekanntheits- und Reifegrad eines Künstlers. Darauf achten auch Sammler.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als Alternative bietet sich die Selbstvermarktung aus dem eigenen Atelier heraus an. Klarer Vorteil: Sie sind nicht den Launen eines ja doch zu oft divergenten Ausstellungsprogramms ausgesetzt, Sie bekommen sogleich persönlichen Kontakt zu den Freunden Ihrer Kunst und Sie müssen keine Provisionen abtreten. Wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen, ist allerdings einiges zu beachten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Klare Preispolitik</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fertigen Sie ein Verzeichnis ihrer Werke an. Machen Sie feste Verkaufspreise, die Sie zukünftig auch bei Ausstellungen als Versicherungsrichtwerte angeben. Sollten Sie einmal bei einem Händler unterkommen, so wären auch hier diese Preise Richtwerte (von denen er für seine Mühen i. d. R. eine Provision von bis zu 50 % des Verkaufspreises bekommt).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man kann zwischen einer „Preisfestsetzung nach Gefühl“ und „Preisen nach dem Größenverhältnis“ unterscheiden. Erstere entstehen nach dem subjektiven Wert (Aufwand der Herstellung, Materialkosten, Ästhetik), kurz gesagt: Ein persönlich als gelungen empfundenes Bild soll einen höheren Preis erzielen als ein im Vergleich größeres Bild, das mit deutlich weniger Aufwand entstanden ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ungeachtet solcher subjektiven Maßstäbe generiert sich „der Preis nach Größe“. Bei flachen Formaten nimmt man einen Faktor an und multipliziert ihn mit der Addition aus Länge und Breite eines Werkes. So würde ein Bild von 90 x 120 cm bei einem angenommenen Faktor 12 und ein wenig abgerundet 2.500 Euro kosten (im Vergleich dazu: Gerhard Richter erzielte auf der jüngsten Auktion einen Faktor von über 81.000). Dieser zweite Weg zur Preisfindung ist objektiver und für den Sammler durchschaubarer, auch Händler können so ohne Rückfrage Preise setzen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Verhandlung, Rabatte</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Denken Sie daran, dass man einen Preis nicht nach unten korrigieren sollte. Was einmal steht, sollte nicht günstiger werden. Darum ist vorab gründlich zu überlegen: Nehme ich eher einen kleineren Faktor, dann kann ich vielleicht eher etwas verkaufen. Oder geht es mir nicht um Verkäufe, sondern allein um den Wert an sich?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bleiben Sie bei diesen einmal festgesetzten Preisen! Das heißt z.B., dass auch eine Skulptur in einer Auflage von mehreren Stücken, die bereits an den Sammler XY für 1.500 Euro verkauft wurde, nicht für weit unter diesen Preis auf eine Auktion (auch nicht auf eine Wohltätigkeitsauktion) gegeben werden sollte. Anders sieht es aus, wenn Sie im Ausland ausstellen. In Großbritannien z.B. liegen die Preise für Kunst deutlich höher. Um dort nicht als „unwichtiger“, weil günstiger Künstler zu gelten, könnte man zumindest die Transportkosten aufschlagen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Denken Sie auch immer daran, dass mancher Käufer oft nach einigen Jahren das Werk wieder verkaufen möchte. Dabei tritt dieser in der Regel an Galerien oder Auktionshäuser heran. Davon abgesehen, dass spätestens dann Ihre Galerie erfährt, dass Sie, ohne diese zu informieren (und abzurechnen!), Werke verkauft haben, enttäuschen Sie Ihren Sammler, wenn er nicht mindestens den damals gezahlten Preis erzielt. Eine Galerie, die ein solches Werk in Kommission nimmt, will ja auch noch daran verdienen und schlägt 10 bis 30 % auf. Darum setzen Sie die Verkaufspreise nie zu hoch an. Wenn Sie spüren, dass die Nachfrage groß ist, steht es Ihnen immer noch frei, zu erhöhen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Selbstverständlich können Sie ihren Sammlern Rabatte geben. Das tun auch Galerien. Nur sollten diese Rabatte niemals die Händlerprovision von 40 bis 50 % erreichen, damit schaden Sie sich, ihrem Händler und den Kollegen, die sich an das ungeschriebene Gebot halten, niemals ohne Wissen ihrer Galerie und schon gar nicht in der gleichen Stadt direkt aus dem Atelier heraus zu verkaufen. Rabatte von 5 bis 10 % sind völlig in Ordnung, besonders wenn ein Sammler gleich mehrere Werke erwerben will. Dass Sie nichts ohne Rechnung und Quittung herausgeben und alles versteuern sollten, versteht sich von selbst. Auf der Rechnung sollten Titel, Jahr, Material, Maße, evtl. Auflagenhöhe und die Ausstellungsorte stehen, an denen das Werk bereits präsentiert wurde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Die finanzielle Abwicklung</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Verkauf ist eine Vertrauenssache. Der Sammler kommt, sucht aus, zahlt an. Oder er nimmt das Werk gleich mit. Was ist nun, wenn er nicht pünktlich zahlt? Wie ist das mit der Geldübergabe? Vertrauen Sie ihm oder ihr? Geben Sie das Werk gleich mit? Oder warten Sie bis zur Bezahlung? Kaum ein Atelierbesucher hat mehrere tausend Euro in bar in der Tasche. Wie wollen Sie das handhaben? Leider zeigt die Erfahrung zu oft, dass der Kunde bei nicht sofort möglicher Bezahlung abspringt. Ein für diese Zwecke eingerichtetes Kreditkartengerät kann auch aufgrund der damit verbundenen Kosten keine Lösung sein. Hier sind Routine im Verkauf und ein wenig Menschenkenntnis gefragt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Wie komme ich an Kunden?</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Lernen Sie Menschen kennen, am besten auf dem Parkett der Kunstszene. Sammeln Sie Adressen. Veranstalten Sie ein Atelierfest oder öffnen Sie regelmäßig Ihre Ateliertüren. In größeren Städten können Sie sich auch an Events wie „Open Doors“ der Künstlerateliers integrieren lassen, was allerdings voraussetzt, dass Sie hauptberuflich künstlerisch tätig sind. Informieren Sie die Presse rechtzeitig. Akzeptieren müssen Sie allemal, dass damit Fremde in den intimen Raum des Ateliers eindringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Fazit</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sammler sind nicht dumm. Die meisten wissen, dass in manch‘ einem Atelier ein günstiger Preis zu machen ist, sofern der Künstler nicht den offiziellen Verkaufspreis verlangt, sondern den Händlerrabatt gewährt. Denn Künstler brauchen meistens Geld. So mag sich dann mancher Sammler einbilden, er habe ein besonderes „Schnäppchen“ gemacht. Und Künstler und Sammler mögen sich die Hände reiben, denn sie haben den „gefräßigen“ Händler umgangen. Das mag im Idealfall auch problemlos funktionieren. Doch es gibt eine ganze Reihe sehr anspruchsvoller Sammler, die ein Werk zurückbringen, weil es dem Lebenspartner nicht gefällt, und die Kaufsumme zurückverlangen oder reservieren und sich erst nach mehrmaligem Nachfragen äußern, ob sie das Stück wirklich wollen, drei Mal die Rechnung umschreiben lassen, eine besondere, oft nicht unkomplizierte Hängung vor Ort erwarten, Betreuung außerhalb der Geschäftszeiten und möglichst noch ein Glas Champagner oder mindestens einen Espresso.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sich mit diesen stets unzufriedenen Kunden auseinanderzusetzen ist nicht jedermanns Sache. Der direkte Kundenkontakt kann auch als entwürdigend empfunden werden. Zudem ist es sicher nicht günstig für das eigene Image, wenn man sich den Ruf des „Billigen“ einholt. Doch wenn ein Galerist selten oder nie abrechnet und Werke zurückhält, dann mag es legitim sein, auf diese Weise für Einnahmen zu sorgen. Ist gar kein Galerist in Sicht, dann gibt es keinen anderen Weg als den, aus dem eigenen Atelier einen Laden für Kunst zu machen – und möglicherweise gefällt ja diese Situation ohne Galerie oder es findet sich, falls gewollt, auf diesem Wege ein Partner. So manche/r Künstler/in wechselte danach sogar seinen Beruf und wurde – Galerist/in!</p>
</div>
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		<title>Wie schreibe ich eine Kurzbiografie? Anleitung für Künstler</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 08:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>
		<category><![CDATA[PR / Pressearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sind Sie? Was machen Sie? Was macht Sie als Künstler so individuell und interessant? Zeigen Sie, was Sie haben! Im „ABC des Journalismus“ heißt es: „Das Porträt als journalistische Darstellungsform berichtet über eine Person und vor allem über jene Teile seiner Biografie, die außergewöhnlich sind.“ Und weiter steht dort in der „Bibel der Journalisten“: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wer sind Sie? Was machen Sie? Was macht Sie als Künstler so individuell und interessant? Zeigen Sie, was Sie haben!</em></p>
<p>Im „ABC des Journalismus“ heißt es: „Das Porträt als journalistische Darstellungsform berichtet über eine Person und vor allem über jene Teile seiner Biografie, die außergewöhnlich sind.“ Und weiter steht dort in der „Bibel der Journalisten“: „Grundsätzlich kann jeder Mensch porträtiert werden, der für die Öffentlichkeit interessant ist.“ Sie als Künstler sind ein Mensch des öffentlichen Interesses. Ihre Arbeit entsteht durch Ihre Persönlichkeit, daher sollten Sie auch bereit sein, Ihre Individualität, Ihr Denken und Handeln und Ihre Lebensform ein stückweit Preis zu geben. Denn das ist der Stoff, aus dem die Medien ihre Geschichten machen.</p>
<p><span id="more-899"></span>Es geht nicht darum, dass Sie eine komplexe Biografie schreiben oder gar schreiben lassen, die Ihre Lebensgeschichte erzählt. Eine Kurzbiografie respektive im Journalismus „Porträt“ genannt ist kein Text, der immer mit dem Geburtsdatum beginnt und den Werdegang chronologisch herunter betet. Man kann in der Tat schon auf zwei DIN A 4-Seiten eine wunderbare Geschichte erzählen. Sie fragen, wozu?</p>
<p>Eine Kurzbiografie stellt Sie als Künstler vor. So ein Schriftstück können Sie zum Beispiel auf Ihrer Homepage veröffentlichen, als  Einleitungstext Ihres Kunstkataloges verwenden oder als Pressematerial an Redaktionen schicken, die oft aus Kapazitätsgründen froh um jedes gut aufbereitete Material sind. Jeder Künstler hat seine ganz persönliche Geschichte und seinen speziellen Weg zur Kunst gemacht – beides gilt es herauszustellen.</p>
<p>Man hat mit Spezialbrillen untersucht, wie das Auge des Lesers vorgeht: Es springt zuerst auf die Überschrift, dann auf das Bild und die Bildunterschrift. Erst wenn hierbei das Interesse geweckt wurde, beginnt der Leser den Artikel zu lesen. Fazit: Überschrift muss knackig sein, das Bild gut in der Aussage, die Bildunterschrift ein Stück Inhalt verraten und der Einstieg mit einem besonderen Aspekt oder einer kleinen Anekdote in den Artikel führen. Um den Leser im Text zu halten, muss Zeile um Zeile des Textes interessant und spannend bleiben.</p>
<p>Ich will Ihnen anhand von Beispielen, die ich im Auftrag der Tageszeitung Münchner Merkur geschrieben habe, wichtige Aspekte aufzeigen, die solche Texte spannend machen, wie der Aufbau einer Kurzbiografie sein sollte, was inhaltlich rein muss:</p>
<p><strong>Nackte Popos im Großformat</strong></p>
<p>Die Überschrift „Nackte Popos im Großformat“ macht neugierig. Das Bild eines solchen skulpturalen Popos aus der Antike ist ein Blickfang und steigert die Neugierde des Lesers. Dabei muss der Texteinstieg nicht explizit damit zu tun haben. Der knackige Titel oder das Foto können durchaus erst später im Artikel zum Thema gemacht werden wie bei diesem Beispiel. Der Einstieg verrät dafür gleich, um was es der Künstlerin bei ihrer Arbeit im Kern geht.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Zum Vergrößern anklicken" href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/von_haller.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-907" title="Nackte Popos - Zum Vergrößern anklicken" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/von_haller-300x290.jpg" alt="" width="300" height="290" /></a><em>Presseclipping von Haller,<br />
Quelle Münchner Merkur, Isar-Loisachbote</em></p>
<p><strong><br />
Ein Meister der Konturlosigkeit</strong></p>
<p>Beim Porträt des Malers Michael Dillmann heißt die Überschrift „Ein Meister der Konturlosigkeit“ und die Unterzeile reizt mit ihrer Widersprüchlichkeit: „Je perfekter, desto schlechter das Ergebnis“. Im Gespräch mit dem Künstler stellte sich heraus, dass das Thema mit der Konturlosigkeit in seinen Bildern der wichtigste Aspekt seiner Arbeit ist, deshalb habe ich hier den Einstieg in den Text entsprechend gewählt. Textpassagen, die in Anführungszeichen gesetzt werden, sind Zitate des Protagonisten und machen den Text noch lebendiger.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/konturlosigkeit.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-912" title="Konturlosigkeit - Zum Vergrößern anklicken" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/konturlosigkeit-300x145.jpg" alt="" width="300" height="145" /></a><em>Presseclipping Michael Dillmann,<br />
Quelle Münchner Merkur, Isar-Loisachbote</em></p>
<p><strong><br />
Außergewöhnliche Momente</strong></p>
<p>Die promovierte Kunsthistorikerin Sylvia Friedrich-Rust hat schon viel erlebt in ihrem Leben, lernte beispielsweise als Kind Walt Disney persönlich kennen. Sie erwähnte es im Interview nur beiläufig. Für mich war es natürlich der Aufmacher in ihrer Kurzbiografie. Ihre Erlebnisse aus all den Jahren lässt Sylvia Friedrich-Rust heute im Rentenalter mit dem Pinsel Revue passieren. Die autodidaktische Malerin verarbeitet viele Stationen ihres Lebens in expressionistischen Acrylbildern. Wie sie das macht, wie ihr die Gedanken kommen, wie sie überhaupt zur Malerei kam, wird in der Kurzbiografie herausgestellt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/aussergewoehnliche_momente.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-medium wp-image-914" title="Aussergewöhnliche Momente - Zum Vergrößern anklicken" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/aussergewoehnliche_momente-300x163.jpg" alt="" width="300" height="163" /></a><em>Presseclipping Sylvia Friedrich-Rust,<br />
Quelle Münchner Merkur, Isar-Loisachbote</em></p>
<p><strong><br />
Tipps zum Schreiben einer Kurzbiografie im Überblick:</strong></p>
<ol>
<li>Überlegen Sie sich <strong>einen besonderen Aspekt ihrer Arbeit</strong>, eine kleine Anekdote aus ihrem künstlerischen Lebensweg. Damit beginnen Sie den Text.</li>
<li>Leiten Sie aus ihrem Einstieg <strong>einen „roten Faden“</strong> ab, der durch ihren Text führt. Beispiel „Der Weg“ bei Monika von Haller Porträt. „Die Konturlosigkeit“ bei Michael Dillmann.</li>
<li>Fügen Sie in die Geschichte sporadisch Fakten aus Ihrer Vita ein. Alter, Heimatort, Ausbildung, Beruf, Ausstellungen, Familienstand etc.<em> (Lesen Sie dazu die Beispiele)</em></li>
<li>Finden Sie erst nachdem der Text fertig ist die <strong>knackige Überschrift</strong>, die den Kern ihrer Persönlichkeit oder ihrer Arbeit auf den Punkt bringt.</li>
<li>Wichtig! Sie brauchen <strong>ein gutes Foto mit Ihnen und ihrer Kunst</strong> darauf. Bitte nicht „Künstler mit Bild in der Hand“! <em>(Lesen Sie dazu Beitrag <a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wie-sich-kuenstler-richtig-ins-medienbild-setzen/">„Wie sich Künstler richtig ins Medienbild setzen“</a>)</em></li>
</ol>
<p><strong><br />
<em>Sie wollen Ihre Kurzbiografie lieber schreiben lassen?</em></strong><em> Soweit es ihre Zeit erlaubt, übernimmt unsere Autorin und Journalistin Andrea Weber das Schreiben Ihrer Kurzbiografie für Sie. Falls Sie daran Interesse haben, nehmen Sie bitte über die Website von Andrea Weber Kontakt zu ihr auf: <a href="http://www.aweber-malerei.de" target="_blank">www.aweber-malerei.de</a></em></p>
<p><em>Presseclippings mit freundlicher Genehmigung der Autorin und der Künstler<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kosten und Gewinn einer Galerie &#8211; Einige Tatsachen</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 09:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 6: Die Finanzen einer Galerie &#8211; Ein Blick hinter die Kulissen Manchmal bin ich doch erstaunt, über das abfällige Knurren aus Künstlermund, wenn es im Gespräch um die Aufteilung des Verkaufserlöses zwischen Galerie und Produzenten geht. Üblicherweise teilt man 50/50, bei erhöhten Produktionskosten wie im Falle eines teuren Bronzegusses auch mal 60 Prozent für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Teil 6: Die Finanzen einer Galerie &#8211; Ein Blick hinter die Kulissen<br />
</em></p>
<p>Manchmal bin ich doch erstaunt, über das abfällige Knurren aus Künstlermund, wenn es im Gespräch um die Aufteilung des Verkaufserlöses zwischen Galerie und Produzenten geht. Üblicherweise teilt man 50/50, bei erhöhten Produktionskosten wie im Falle eines teuren Bronzegusses auch mal 60 Prozent für den Künstler, 40 Prozent für die Galerie bzw. 70/30. Das sind im Einzelhandel, zu dem der Galeriebereich bekanntermaßen gehört, keine ungewöhnlichen Margen. Darüber hinaus hat das System seinen Sinn, auch wenn es schmerzt, die Hälfte des Verkaufspreises an den Verkäufer abzugeben.</p>
<p>Dann kommt oft die Frage auf: „Warum aber, bitteschön, hat meine Galerie nie Geld, wenn sie doch so viel aus den Verkäufen erhält?“ Da ich seit über 10 Jahren das „Innenleben“ verschiedener Galerien aufgrund meiner Tätigkeiten im Projektmanagement und freier Öffentlichkeitsarbeit sehr gut kenne, ich gleichzeitig auch immer wieder für und mit Künstlern arbeite, seien hier einmal ein paar Tatsachen zusammengestellt.</p>
<p><span id="more-876"></span>Gehen wir der Reihe nach vor: Was sind die Kosten einer Galerie in Bezug auf das Präsentieren und Verkaufen von Kunst?</p>
<p>Die Galerie benötigt einen Raum. Das kann ein kaltes Hinterhofzimmer sein mit Außentoilette für – sagen wir im günstigen Fall – 300 Euro im Monat. Oder es sind mehrere Räume mit trockenem Lager ebenerdig an einer Einkaufsstraße mit Laufkundschaft für 2000 oder mehr Euro. Dazu kommen Strom, Wasser und Heizung und sonstige Nebenkosten. Die Räume sollten versichert sein, z.B. gegen Glasbruch und Diebstahl. Unabdingbar für den Handel: Telefon- und DSL-Anschluss, ein guter Computer mit entsprechend aktueller Software, eine Homepage. Personal muss bezahlt werden und somit auch Beiträge zur Berufsgenossenschaft. EC- oder Kreditkartengeräte sind sinnvolle Gegenstände. Jede Ausstellungseröffnung verursacht Ausgaben für Einladungskarte, Mailing und Bewirtung. Ein großer Posten ist auch der Steuerberater. Von jeder Einnahme gehen Beiträge an die Künstlersozialkasse (zurzeit 3,9 Prozent, die vom Galerieanteil abgezogen wird), eine wichtige Einrichtung, solange sich am Krankenversicherungssystem von Freiberuflern nichts ändert, aber immerwährendes Dorn im Auge des Bundesverbandes Deutscher Galerien.</p>
<p>Die vermeintlichen „Luxusausgaben“ wie Eröffnungsredner, Werbeanzeigen, Zeitschriftenabos, Dinnereinladungen für gute Kunden, unzählige Transporte für „Probehängungen“ bei Kaufinteressenten oder das geleaste Firmenauto sowie Verbandsmitgliedschaften lassen wir hier außen vor.</p>
<p>Nun, stellen wir uns vor, dass ein größeres Bild für 4000 Euro verkauft worden ist, ein fairer Preis für Künstler im mittleren Segment, die schon einen guten Namen haben. Von den 2000 Euro, also den 50 %, welche die Galerie behalten darf, müssen schon 78 Euro Künstlersozialabgabe abgezogen werden. Hinzu kommt – wenn wir mal davon ausgehen, was nicht abwegig ist, dass nur ein einziges Bild aus der Ausstellung verkauft wird, die Ausstellung aber 6 Wochen läuft, eineinhalb Monate Miete, sagen wir 1.200 Euro. Das Mailing hat inkl. der Karten 350 Euro gekostet, der Wein und Salzstangen 50 Euro. Die Studentin, die während der Vernissage den Wein eingeschenkt und die Einladungskarten mit Etiketten versehen hat, bekam 80 Euro für 4 Stunden. Von den übriggebliebenen 242 Euro sind alle Nebenkosten, Steuern, Umsatzsteuer, Steuerberater, Versicherung, Transporte und evtl. das Hotelzimmer des Künstlers, der zur Vernissage anreiste, zu bezahlen. Dass es da manchmal knapp wird und die Künstler als letzter Posten ausgezahlt werden, wen wundert das?</p>
<p>Natürlich sollte man fragen: Ob diese Galerie nicht besser schließt, wenn die Geschäfte so schlecht laufen. Doch viele Galeristen ernähren sich von dem Prinzip Hoffnung. Es lief ja mal besser, es gibt Ausstellungen, die sich sehr gut verkaufen. Es herrscht ein Hin und Her zwischen Frustration und Zuversicht. Und dann sind da ja noch die Messen, die oftmals das „Diesmal-wirds-ein-Riesenumsatz“-Gefühl in Gang setzen, manchen auf volles Risiko gehen lassen, was ihn im schlechtesten Fall dem Ruin näher bringen wird, wenn er sein Budget mit einem fünfstelligen Standpreis überfordert.</p>
<p>Ich kenne Galerien, die ihren Künstlern ihren Anteil für jahrelange Arbeit schuldig sind. Wenige Produzenten setzen allerdings ihr Recht juristisch durch. Das liegt zum einen an der oft freundschaftlichen Basis, denn bei einer Vollstreckung ist es auch mit der Freundschaft vorbei und der Künstler steht ohne Galerie da. Zum anderen sehen manche Künstler ihre Verluste als Werbemaßnahmen in eigener Sache an. Besser eine schicke Galerie in Berlin Mitte mit Messebeteiligungen in Basel, New York und London, in deren Programm man steht und wo sich die Szene zeigt, als gar keinen Händler zu haben. Manch einer versucht dann, über gelegentliche Atelierverkäufe – sozusagen am Galeristen vorbei – an Erträge zu kommen – was immer auffliegt, aber zuweilen die einzige legitime Maßnahme sein mag, sich gegen zahlungsunwillige Galerien zu wehren, ohne das Geschäftsverhältnis grundsätzlich zu beenden. Ich weiß von einem Galeristen, der kaum von seinen Gewinnen leben konnte, aber auch keine Alternative hatte, denn sein ganzes Geld mitsamt der Altersvorsorge steckte im Geschäft. Es gab keinen Ausweg für ihn, zumal er hoch verschuldet war, aber zahlreiche Künstler, die ihm regelmäßig Arbeiten brachten und nie Rechnungen gestellt haben. Ein stilles Galeriesponsoring war das.</p>
<p>Natürlich gibt es solche Fälle, die Mitleid verdienen. Doch grundsätzlich geht es nicht an, dass die Galerie mit den neuesten Computern arbeitet, weltweit inseriert und sich ein exklusives Catering leistet, gleichzeitig ihre Künstler nicht oder mit Verspätung auszahlt.</p>
<p>Darum gilt auch hier, sich frühzeitig zu informieren, wie die Zahlungsmoral händlerseits ist. Und dann entscheiden, ob man trotzdem der Galerie seine Werke anvertraut. Der vorab festgelegte Händleranteil sollte nicht in Frage gestellt werden, denn aus ihm tragen sich auch oft die Kundenrabatte, ohne die heute kaum noch ein Verkauf zustandekommt. Hier sind die wenigsten Künstler bereit, ihren Anteil zu tragen. Außerdem kann eine Galerie auch die mitunter zeitraubende Kommunikation mit Kaufinteressenten, Kuratoren und Presse übernehmen. Grundsätzlich gilt: je mehr eine Galerie hier dem Künstler Aufgaben abnimmt, desto professioneller ist sein Stand am Markt.</p>
<p>Das Aufrechnen von Leistungen mag so gar nicht zum hehren künstlerischen Anspruch passen, daher dürfen Künstler dankbar sein, deren Galerien trotz jahrelanger vergeblicher Bemühungen sie in aller Treue immer wieder zeigen, obwohl die Verkaufsquoten gering sind. Auch solche Idealisten gibt es unter den Händlern – manchmal allerdings aus einer persönlichen finanziellen Unabhängigkeit heraus.</p>
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		<title>Ausstellungsfieber im eigenen Atelier</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 13:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulla Neuhaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Sammler]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Erfahrungsbericht über eine Ausstellung im eigenen Atelier von Ulla Neuhaus Nach vielen sehr kreativen und ausstellungsintensiven Jahren brauchte ich eine Auszeit, eine Erholungsphase, um neue Ideen zu finden, &#8211; sowohl im bildnerischen Bereich als auch im Bezug auf eine andere Präsentation meiner Bilder, &#8211; einfach, um einmal eine für mich ganz neue Richtung zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Erfahrungsbericht über eine Ausstellung im eigenen Atelier von Ulla Neuhaus<br />
</em></p>
<p>Nach vielen sehr kreativen und ausstellungsintensiven Jahren brauchte ich eine Auszeit, eine Erholungsphase, um neue Ideen zu finden, &#8211; sowohl im bildnerischen Bereich als auch im Bezug auf eine andere Präsentation meiner Bilder, &#8211; einfach, um einmal eine für mich ganz neue Richtung zu finden, &#8211; etwas, was es bisher in meinem Leben als Künstlerin noch nicht gab. Ja, natürlich kommt man im Laufe der Zeit zu einem Punkt, an dem man sich fragt, ob es nicht auch eine andere Arbeitsweise oder eine andere Technik gibt, die Spaß machen würde, sie so zu  bewältigen, dass eben aus dieser Technik ein „stolzes“ Werk präsentiert werden kann. Und so wurde probiert und probiert, gearbeitet wie wild, ich ging an meine Grenzen, mußte aber erfahren, dass diese Art, an einem Werk zu arbeiten, wohl doch so nicht der richtige Weg für mich ist. Aber – ich war um eine Erfahrung reicher und wußte plötzlich genau, dass das, was ich bisher gemacht hatte und immer noch mache, für mich richtig ist, &#8211; genau so und nicht anders!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/atelier-ausstellung_400px1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-886" title="atelier-ausstellung_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/atelier-ausstellung_400px1.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p><span id="more-873"></span>Ja, und dann ließ ich in dieser Erholungspause auch die vielen Ausstellungen Revue passieren, &#8211; in Rathäusern, in Galerien, Arztpraxen, Banken, Restaurants, in einem Autohaus, in Krankenhäusern, ebenso in Räumen der Stadtverwaltung, sogar einmal in einem Schloß und in einer Gärtnerei, auch im Ausland &#8211; wie sind denn all diese Präsentationen verlaufen? Meinen Gedanken folgend stelle ich fest, dass der eigentlich beste Rahmen die Gärtnerei war, denn dort ergab sich in den Gewächshäusern eine wundervolle und auch private Atmosphäre, &#8211; erst diese herrlichen tropischen Pflanzen, die bestaunt wurden, dann kam ein großes „Oh“ und „Ah“ beim Anblick meiner Bilder und der Skulpturen eines befreundeten Bildhauers. In diesem etwas eigenen, aber sehr persönlichen Ambiente ging die bildende Kunst eine Symbiose mit der Kunst der Natur ein.</p>
<p>„Nun, wie wäre es denn, wenn ich einmal mein eigenes Atelier zu einer Ausstellung öffnen würde?“ Dieser Gedanke kam plötzlich und unvermutet und ich dachte, &#8211; „warum nicht“? „Es wäre sehr viel persönlicher und noch ein wenig privater als in der Gärtnerei, &#8211; die gesamte Ausstattung und die Gestaltung dieser Ausstellung läge dann bei mir, bei der Künstlerin, &#8211; niemand könnte Vorschriften machen, &#8211; ich allein wäre zuständig. Auch könnte dabei der Kontakt zu bisherigen Interessenten und Kunden meiner Kunst intensiviert werden, Verkaufsgespräche lägen auf einer anderen Basis. Menschen, die bisher interessiert waren an meinen Bildern, die sich evtl. selbst mit dem Gedanken getragen haben, auch das Malen zu erlernen, könnten mir hier ganz persönlich bei der Arbeit über die Schulter sehen und Fragen stellen.“<br />
Ohne groß weiter darüber nachzudenken, legte ich einen Termin an einem Wochenende fest, &#8211; ein Samstag mußte es sein, &#8211; es war mitten im Sommer………..</p>
<p>So nach dem Motto „gesagt, getan“ ging es los, &#8211; erst einmal mußten Einladungen gemacht werden, dann Adressen herausgesucht, dann die Einladungen verschickt werden, wobei diese natürlich bei weitem nicht ausreichten, also weiter mit den Einladungen…..Ein Blick auf den Kalender zeigte, es war noch Zeit genug, bloß keinen Streß! Als zweites ging ich meine Bilder durch und prüfte sämtliche Wände, auch die außerhalb des Ateliers, ob genug Platz zum Hängen vorhanden war, sollten die Wände im Atelier nicht ausreichen, &#8211; schließlich möchte man bei solch einer Gelegenheit ja möglichst viel seiner eigenen Kunst zeigen. Das Atelier befand sich an das Haus angebaut, war eigentlich groß genug, aber man weiß ja nie, was an diesem Tag alles so auf mich zukommen würde und auch wer…….Wenn nun aber sehr viele Interessenten meine Kunst sehen möchten, was mache ich dann mit ihnen? Ständig stehend wie in einem Rathaus hielt ich nicht für sehr gut, daher plante ich einen kleinen Imbiß ein, damit in Ruhe Gespräche geführt werden können, die dazu nötigen Bierbänke und Tische lieh ich von einer Brauerei. Puh, auch dieser Punkt war gelöst und so ging die Diskussion mit mir selbst um die Hängung der Bilder weiter, &#8211; „welches Bild wohin, welches ist dort am besten präsentiert, welche kann ich auch auf dem Boden stehend im Atelier zeigen“…….Lange hat dieses Zwiegespräch gedauert, aber es fanden sich zum Schluß sehr gute Lösungen, &#8211; alles paßte!</p>
<p>Einen Tag vor der Vernissage mußte ich mich um Getränke und den kleinen Imbiß kümmern, alle Räume mußten absolut in Ordnung sein, &#8211; schließlich muss ja evtl. ein Gast auch einmal die Toilette aufsuchen, auch sind ja vielleicht manche Gäste neugierig im Bezug auf meine Kunst, so dass sie auch durch die anderen Räume „spitzeln“……Nachdem ich ja überhaupt nicht wußte, wie alles denn so ablaufen wird, stieg meine Nervosität ständig……</p>
<p>„Der große Tag ist da und ich weiß überhaupt nicht, was ich zuerst machen soll“……..Es ist Sommer, der Tag ist herrlich, der Himmel strahlend blau und zuerst einmal baue ich draußen im Garten die Bierbänke und Tische auf. Danach geht es an die Vorbereitung des Imbiß, die Getränke werden im Kühlschrank überprüft, &#8211; ich merke schon, mein Kopf ist ganz schön durcheinander……“Nur Ruhe, es kann gar nichts schiefgehen, &#8211; alles immer schön der Reihe nach“….. So, &#8211; draußen sind die Tische mit Gläsern und Tellern, Besteck, Aschenbechern und Servietten versorgt, drinnen hängen die Bilder gut, im Atelier ist alles in Ordnung und so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vorsorglich habe ich an verschiedenen Stellen meine Visitenkarten, Preislisten und kleine Schälchen mit Pralinen arrangiert, &#8211; nicht nur im Atelier, sondern auch in den übrigen Räumen, &#8211; „man weiß ja nie“……..“</p>
<p>Sehr schnell verging die Zeit und eher als gedacht waren die ersten Kunstinteressierten schon da. Freunde brachten Freunde mit, viele Künstlerkollegen kamen, begleitet wiederum von deren Kollegen und Freunden, auch fremde Interessenten besuchten mich, um sich über meine Kunst zu informieren. Das Atelier füllte sich, der Platz reichte nicht mehr aus, man wich auch auf die anderen Räume aus. Es gab sehr viele Gespräche und Diskussionen, &#8211; mir schien, alle, die gekommen waren, fühlten sich sehr wohl. Künstler führten untereinander intensive Fachgespräche, andere Kunstinteressierte wiederum waren froh, die Künstlerin einmal ganz privat zu erleben und ganz unbedarft mit ihr reden zu können, natürlich waren sie auch sehr neugierig, die Künstlerin einmal bei der Arbeit zu sehen. An der Staffelei sitzend, wurden mir sehr viele Fragen gestellt und manche fanden es einfach nur erstaunlich, wie man seine künstlerischen Ideen dann mit Farben in ein Bild umsetzt, &#8211; die eigene Komposition zu kreieren hatten viele meiner Gäste noch nie so hautnah bei und mit einem Künstler erlebt. Sehr interessant fand ich selbst auch, dass die Sichtweise mehrerer Menschen, die eins meiner Bilder zusammen betrachteten, total unterschiedlich war, &#8211; sie sahen darin etwas, das ich selbst so nie gesehen hatte, aber durchaus auch möglich war, &#8211; wie immens groß sind doch in jedem kunstinteressierten Menschen Fantasie und Vorstellungskraft!</p>
<p>Nach Gängen durch das Atelier und Aufenthalten auch in den anderen Räumen traf man sich im Garten zu weiteren Gesprächen, zum Imbiß und auch, um etwas zu trinken. Es herrschte eine angenehme, sehr lockere Stimmung, alle kamen sich durch Gespräche näher und Verhandlungen über Bilder verliefen sehr viel gelöster als sonst. Mit dem Verkauf, der hierbei zustande kam, war ich mehr als zufrieden, &#8211; die Kontakte zu Sammlern und Interessenten wurden sehr vertieft, ebenso zu Künstlerfreunden, &#8211; auch gab es mehrere Damen, die bei mir Unterricht nehmen wollten, ein Termin hierzu wurde ausgemacht. Es war ein sehr diskussionsreicher, kunstintensiver, humoristischer und harmonischer Abend, der lange nicht enden wollte.</p>
<p>Viele bei dieser Vernissage geschlossene Bekanntschaften halten noch bis heute an, &#8211; es war ein unvergeßliches Erlebnis. Diese Erfahrung war es wert, sie zu machen.</p>
<p>Husum, 21.06.2011</p>
<p><em>Foto Copyright © iStockphoto.com/JuneStock</em></p>
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		<title>Ein Win-Win-Projekt für Künstler und Geschäftsleute</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 12:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bekanntheit / Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationen]]></category>
		<category><![CDATA[PR / Pressearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wolfratshauser Kunstmeile Andrea Weber im Gespräch mit dem Galeristen John Schille Um regionalen Künstlern eine kostengünstige Ausstellungsmöglichkeit zu bieten, hatte man vor drei Jahren in der Kleinstadt Wolfratshausen, im Süden von München, eine pragmatische Idee: Man inszenierte eine sogenannte Kunstmeile in der Altstadt. Wie bei einem Stadtbummel können die Besucher von Geschäft zu Geschäft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Wolfratshauser Kunstmeile</em></p>
<p><em>Andrea Weber im Gespräch mit dem Galeristen John Schille</em></p>
<p>Um regionalen Künstlern eine kostengünstige Ausstellungsmöglichkeit zu bieten, hatte man vor drei Jahren in der Kleinstadt Wolfratshausen, im Süden von München, eine pragmatische Idee: Man inszenierte eine sogenannte Kunstmeile in der Altstadt. Wie bei einem Stadtbummel können die Besucher von Geschäft zu Geschäft schlendern und nun anstelle von Waren in den Auslagen der Schaufenster Kunstobjekte bewundern. Die Wolfratshauser Kunstmeile hat sich inzwischen als Kulturinstitution überregional herumgesprochen. Sie findet heuer im September zum dritten Mal statt und Künstler aus ganz Oberbayern bewerben sich, um hier mitzumachen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile4_400px4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-862" title="kunstmeile4_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile4_400px4.jpg" alt="" width="400" height="288" /></a></p>
<p><span id="more-849"></span></p>
<p><strong>Wie seid Ihr auf diese ungewöhnliche Idee einer solchen Kunstmeile gekommen?</strong></p>
<p>Vor drei Jahren suchten wir nach einer Möglichkeit, die Kultur in unserer Stadt neu zu beleben. Wir dachten an Ausstellungen außerhalb unserer drei Galerien, quasi im Sinne von „Kunst braucht Raum, Raum braucht Kunst“. Das wurde dann auch unser Slogan. Zusammen mit dem Verein „Lebendige Altstadt“ und dem „Werbekreis“ der Geschäftsleute, zu dem ich gehöre, kam uns die Idee einer Kunstmeile.</p>
<p><strong>Wie sieht das Projekt konkret aus? </strong></p>
<p>Je ein Künstler (Maler, Fotograf) darf in einem Schaufenster eines Geschäfts seine Kunstobjekte über den Zeitraum von zwei Wochen ausstellen und wird dabei von einer professionellen Dekorateurin unterstützt. Während sich der Künstler dort öffentlich präsentieren kann, profitiert das Geschäft von der Aktion, die dazu beiträgt, dass mehr potentielle Kunden in die Altstadt gelockt werden. So entsteht eine Win-Win-Situation.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile1_250px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-864" title="kunstmeile1_250px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile1_250px.jpg" alt="" width="250" height="346" /></a></p>
<p><strong>Wie finden sich die Besucher zurecht? </strong></p>
<p>Jedes Geschäft, das zur Kunstmeile gehört, ist mit einer Fahne markiert und auf dem Bordstein davor klebt ein roter Punkt mit einer Zahl. Auf dem Flyer, der schon Wochen davor in den Geschäften ausliegt, steht dann welcher Künstler wo seine Kunstwerke zeigt. Im Schaufenster kann man die Vita lesen, denn der Künstler ist nur am Tag der Vernissage anwesend. Unsere drei Stadtgalerien sind mit Ausstellungen internationaler Künstler einbezogen und haben in der Zeit ganztags geöffnet. Damit wollen wir erzielen, dass die Schwellenangst vor solchen Kunsträumen abgebaut wird.</p>
<p><strong>Und die Geschäfte machen mit?</strong></p>
<p>Ja, es werden sogar jährlich mehr. Heuer zur „Kunstmeile drei“ haben wir schon mehr als 50 Anfragen von Künstlern und 45 zugesagte Ausstellungsmöglichkeiten in Schaufenstern, Schaukästen und im öffentlichen Raum. An exponierten Stellen im Freien, an der Loisach-Promenade, vor der Stadthalle, in der Altstadt, stellen die Bildhauer ihre großen Skulpturen und Plastiken aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile3_250px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-865" title="kunstmeile3_250px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile3_250px.jpg" alt="" width="250" height="346" /></a></p>
<p><strong>Wie profitieren die Künstler von der Meile?</strong></p>
<p>Sie können sich einer breiten Öffentlichkeit in einem Zeitraum von zwei Wochen präsentieren, ohne eine gehobene Galeriemiete bezahlen zu müssen. Zudem sind die „Kunst-Schaufenster“ in der Altstadt und direkt in der Einkaufszone, also mitten im Stadtgeschehen. Die Kunstmeile ist eine Vorzeigeaktion und wird daher von großen Sponsoren unterstützt, wie die Sparkasse, Banken und dem Möbelriesen Mahler, der in Wolfratshausen ansässig ist. Damit finanzieren wir alles Organisatorische sowie Werbung und Marketing. Das heißt, wir stellen unseren Künstlern eine kostenlose Plattform zur Verfügung.</p>
<p><strong>Wer darf mitmachen?</strong></p>
<p>Wir bekommen inzwischen Anfragen von Künstlern aus ganz Oberbayern. Das wünschen wir uns auch, denn die Kunstmeile soll individuell bleiben und jährlich neue Künstler präsentieren. Das heißt, die Teilnehmer dürfen nur max. zwei Mal in Folge mitmachen. Wir legen Wert auf Künstler mit Niveau und einem eigenen Stil. Von dem Bekanntheitsgrad namhafter Künstler profitieren die noch unbekannten Künstler. Zudem finden Gespräche mit Kunstkreisen aus den Nachbarstädten und -regionen statt, wie Geretsried, Weilheim, Penzberg, Murnau und München. In Planung sind Ausstellungen oder andere Aktionen, die man überregional verknüpfen kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile2_400px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-866" title="kunstmeile2_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/kunstmeile2_400px.jpg" alt="" width="400" height="288" /></a></p>
<p><strong>Wie sieht es mit der Sicherheit der Kunstgegenstände im öffentlichen Raum aus?</strong></p>
<p>Wir hatten in der Tat letztes Jahr starke Zerstörungen durch Vandalismus. Wir waren blauäugig zu denken, da passiert schon nichts. Mit roher Gewalt wurde ein Stahlobjekt verbogen und Skulpturen in die Loisach geworfen. Heuer unterstützt uns der Wach- und Sicherheitsdienst Oberland ehrenamtlich, der auf seinen Streifzügen auch auf die Kunstobjekte achten wird. Auch werden wir rechtlich prüfen lassen, ob wir eine Videoüberwachung installieren können.</p>
<p><strong>Können Sie aus Erfahrung sagen, welche Künstler mit welcher Art von Kunst am besten verkaufen?</strong></p>
<p>Das kann ich nicht. Ich weiß nur, dass zwei Malerinnen letztes Jahr sehr erfolgreich waren. Die eine malt naive Landschaftsbilder, die andere Acrylbilder mit figürlichen Elementen und fließenden Farben. Ob die beiden Damen am besten verkauft haben, kann ich so nicht behaupten.</p>
<p>Weitere Informationen zur Kunstmeile finden Sie hier:<br />
<a href="http://kuenstler-wolfratshausen.de" target="_blank">http://kuenstler-wolfratshausen.de</a></p>
<p><em>© Fotos von Andrea Weber</em></p>
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		<title>Die Ausstellungsvorbereitung in einer Galerie</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 10:31:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[PR / Pressearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Preis / Wert]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 5: Checkliste und Tipps für die Vorbereitung einer Ausstellung in einer Galerie Inzwischen haben Sie eine Galerie gefunden, die Sie in einer Einzel- oder Gruppenausstellung vorstellen möchte? Wie bereitet man sich vor? Was kann die Künstlerseite tun, um die Galeriearbeit in der Vorbereitungszeit zu unterstützen? Nehmen wir an – und das ist weit häufiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Teil 5: Checkliste und Tipps für die </em><em>Vorbereitung einer </em><em>Ausstellung in einer Galerie</em></p>
<p>Inzwischen haben Sie eine Galerie gefunden, die Sie in einer Einzel- oder Gruppenausstellung vorstellen möchte? Wie bereitet man sich vor? Was kann die Künstlerseite tun, um die Galeriearbeit in der Vorbereitungszeit zu unterstützen? Nehmen wir an – und das ist weit häufiger der Fall, als Sie ahnen – die Entscheidung und Terminzusage kam überraschend und kurzfristig, wie ist plötzlicher Hektik zu begegnen?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-840" title="galerie_ausstellung_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/galerie_ausstellung_400px.jpg" alt="" width="400" height="265" /></p>
<p><span id="more-830"></span>Ideal ist es natürlich, man ist allzeit bereit und perfekt vorbereitet: Genügend neue Werke sind verfügbar, aus denen die Galerie, sofern sie das selbst übernimmt, auswählen kann, zu jeder Arbeit gibt es ein Foto und eine Dokumentation. Bei einer Einzelausstellung sollten Sie sich einen Grund- und Wandaufriss kommen lassen, sofern Sie die Räume nicht kennen. Oder Sie fahren zur Vorbereitung gleich selbst hin und machen ein paar Fotos der Räumlichkeiten. Haben Sie mit der Galerie vereinbart, speziell für die Ausstellung ein Werk zu produzieren, ist es hilfreich, ein erstes Konzept und eventuelle Abbildungen (auch früherer Installationen) bereitzuhalten.</p>
<p>Es sollten folgende Werkinformationen vorhanden sein:</p>
<p><strong>1. Bilddateien<br />
</strong></p>
<p>Beispielhaft ist ein professionell aufgenommenes Foto mit Farbskala und in Druckqualität als Tiff- oder Jpg-Datei. Das ist nicht immer machbar. Ein Fotograf kostet Geld, eine gute Kamera ebenfalls. Doch man kann es auch mit der eines Freundes selbst versuchen. Auch mit einfachen Apparaten können recht gute Fotos hergestellt werden, doch achten Sie auf rechtwinklige Linien und stellen Sie das Bild am besten selbst frei. So vermeiden Sie beschnittene und verzogene Bilder.<br />
Schauen Sie sich frühere Einladungskarten der Galerie an: Sind die Bilder unscharf und verzerrt? Dann geht kein Weg daran vorbei, selbst tätig zu werden. Bei hochpreisigen Künstlern, die gute Umsätze versprechen, wird die Galerie für Abbildungen und eine professionelle grafische Umsetzung sorgen.</p>
<p>Nicht jede Galerie verfügt über fähige Mitarbeiter, die sich mit Bildbearbeitung auskennen. Daher ist es notwendig, für die Presseaussendung zur Ausstellung gleich ein oder mehrere gute, nicht zu kleinteilige Aufnahmen zu übermitteln, die im Fall einer Besprechung oder für bebilderte Ausstellungskalender in Kunstmagazinen bereitgehalten werden. Hier sind Bilder in kleiner Größe mit maximal 500 bis 750 KB bei 300 dpi notwendig. Dieses unterstützt auch hilflose Galeristen, die in ihrem Enthusiasmus, alle Welt mit Bildmaterial über ihre kommende Ausstellung versorgen zu wollen, Journalisten mit gewaltigen Datenmengen bombardieren. Aussendungsmails sind klein zu halten! Dateien von 5 MB oder mehr riskieren die umgehende Löschung aus einem Presseaccount oder werden vom Server gar nicht erst der zuständigen Person zugestellt.</p>
<p><strong>2. Preislisten</strong></p>
<p>Ohne Preislisten geht es nicht im Galeriegeschäft. Auch hier ist eine vorbereitete Liste hilfreich für die Galerie. Je mehr Sie diese der üblichen Schreibweise des Geschäfts anpassen, desto weniger Fehler passieren. Am besten senden Sie den Lieferschein auch digital, dann ist es für die Mitarbeiter der Galerie einfacher, eine Preisliste zu erstellen, denn je mehr abgetippt werden muss, desto mehr Fehler passieren.<br />
In der Regel ordnet man in dieser Reihenfolge: Titel, Jahr, Material, Maße (Höhe vor Breite, bei Skulpturen Höhe mal Breite mal Tiefe), bei Graphik auch Auflage und Exemplarnummer, bei Skulptur auch Gussnummer und Auflage.<br />
Sind die Werke signiert, bezeichnet, nummeriert oder gerahmt? Auch das sind wichtige Informationen.<br />
Der Preis sollte der einheitliche Verkaufspreis sein, der für alle Ihre Händler gilt.</p>
<p><strong>3. Textmaterial</strong></p>
<p>Je mehr Informationen Sie über Ihr Werk liefern können, umso besser: Kataloge, Presseartikel, Eröffnungsreden etc. Manchmal helfen den Galeriemitarbeitern auch schon ein paar klare Sätze, mit denen der Künstler selbst sein Werk umschreibt. Sind Sie hier unsicher, lassen Sie sich von einem Profi beraten.</p>
<p>Obwohl es scheint, als wären Bücher ein aussterbendes Gut, geht nichts über einen gedruckten Katalog! Der Kontakt mit Sammlern zeigt immer wieder, wie wichtig doch ein solcher Beleg ist. Eine vorhandene Katalogabbildung bietet auch ein wichtiges Verkaufsargument, noch mehr wenn es sich um ein Werk handelt, das in einer institutionellen Ausstellung hing und in einem Begleitbuch dokumentiert wurde.<br />
Verfügen Sie noch über keinen Katalog, so ist eine Mappe mit Farbabbildungen, die sie der Galerie zur Verfügung stellen, anzuraten. Auf diese Weise erhalten die Interessenten einen Überblick über Ihr Œuvre. Damit erreichen Sie eine größere Nähe des Betrachters zu Ihrem Gesamtwerk und eine Wirkung, die nicht zu unterschätzen ist. Schon manches Mal hat ein Werk, das sich außerhalb einer Ausstellung befand, mittels einer guten Abbildung einen Interessenten erreicht und ist verkauft worden.</p>
<p>Neben den Werkinformationen sind noch folgende organisatorische Punkte zu beachten:</p>
<p><strong>Einladungen</strong></p>
<p>Mit einer rechtzeitigen Übermittlung von Fotos, Texten und Listen kann nicht mehr viel schief gehen. Sorgen Sie dafür, dass die Galerie früh die Einladungskarten versendet und sichern Sie sich vorab den von Ihnen benötigten Anteil.<br />
Manche Galerien fragen auch gezielt nach Adressen und versenden an diese gleich mit. Die Datensätze könnten Sie dann aufgedruckt auf Aufklebern übermitteln, so dass nur noch das Aufbringen der Etiketten notwendig ist. Das Formatieren von zusätzlichen Datensätzen wird kein Aussteller gerne übernehmen, es sei denn er hat zu viel Personal.</p>
<p><strong>Hängung der Kunstwerke<br />
</strong></p>
<p>Die Präsentation sollte immer in Absprache mit der Galerie geschehen. Manche Galeristen hängen gerne selbst, andere überlassen das den Künstlern. Sie sind sehr besorgt um Ihre Werke und befürchten Beschädigungen beim Auspacken und Hängen? Ja, dann müssen Sie selbst Hand anlegen, aber Vorsicht: Gerne werden helfende Künstlerhände ausgenutzt: Man lässt sie gleich die ganze Ausstellung hängen. Ich hörte auch schon von Fällen, wo die Künstler erst noch die Wände streichen mussten.</p>
<p><strong>Ankündigung auf der Homepage<br />
</strong></p>
<p>Auf ihrer eigenen Homepage sollte die Ausstellung natürlich schon längst angekündigt sein. Aber ist sie es auch auf der Seite der Galerie? Überprüfen Sie dieses rechtzeitig und mahnen Sie ggfs. an.</p>
<p><strong>Transport der Kunstwerke<br />
</strong></p>
<p>Übermitteln Sie der Galerie rechtzeitig die Packmaße der Exponate, sofern Sie nicht selbst den Transport übernehmen. In der Regel zahlt die Galerie einen Transportweg, da dies aber nicht immer so ist, sollte es vorab geklärt werden.<br />
Meistens besorgt der Künstler den Hin-, die Galerie den Rücktransport. Künstler und Künstlerinnen ab einem gewissen Marktwert können Kosten und Organisation der Transporte an die Galerie delegieren. Bei großen Umsätzen wäre das auch ein zu vernachlässigender Faktor für den Händler. Bedenken Sie aber, dass der schmale Gewinn dies oft nicht zulässt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das alles garantiert natürlich nicht eine erfolgreiche Ausstellung. Doch wenn Galerie und Künstler/-in hier Hand in Hand arbeiten, dann kann mit gut strukturierter Vorarbeit oft schon reichlich Interesse geweckt werden. Damit sind Galerie und Künstler klar im Vorteil gegenüber Ausstellungen, die sozusagen in letzter Minute konzipiert und kommuniziert werden. Wie heißt es so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm!</p>
<p><em>Foto Copyright © iStockphoto.com/karinclaus</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kunst und Karriere – was sagen Galeristen?</title>
		<link>http://tippsundtricks.kunst.ag/kunst-und-karriere-%e2%80%93-was-sagen-galeristen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 11:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bekanntheit / Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ausstellen und immer wieder ausstellen“ Andrea Weber im Gespräch mit Lia Schneider-Stöckl, Galeristin des Hollerhauses im Münchner Isartal Zwei Jahre im Voraus warten Künstler, um in dem 400 Jahre alten Hollerhaus im Süden von München ausstellen zu dürfen. Der Grund dafür: Der urige Bauernhof ist nicht irgendein Ort für Kunst und Kultur, sondern er hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Ausstellen und immer wieder ausstellen“</em></p>
<p><em>Andrea Weber im Gespräch mit Lia Schneider-Stöckl, Galeristin des Hollerhauses im Münchner Isartal</em></p>
<p>Zwei Jahre im Voraus warten Künstler, um in dem 400 Jahre alten Hollerhaus im Süden von München ausstellen zu dürfen. Der Grund dafür: Der urige Bauernhof ist nicht irgendein Ort für Kunst und Kultur, sondern er hat eine lange Tradition als Treffpunkt renommierter Künstler in Oberbayern. Nicht nur Maler, Bildhauer oder Fotografen zieht es bundesweit hierher, auch die Filmbranche ist oft zu Gast und nutzt das anmutige Kleinod als Kulisse. Das Hollerhaus ist überregional als die „Pension Resi“ aus der TV-Serie „Der Bulle von Tölz“ bekannt geworden. Wer hier im 95 Jahre alten Galerie-Anbau schon einmal ausstellen durfte, hat eine echte Vorzeige-Referenz in der Vita stehen. Doch wie überzeugt man Galeristen solcher Institutionen von sich und der eigenen Kunst?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/hollerhaus_expo_400.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-812" title="hollerhaus_expo_400" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/hollerhaus_expo_400.jpg" alt="" width="400" height="279" /></a></p>
<p><strong><span id="more-806"></span>Frau Schneider-Stöckl, welche Künstler stellen im Hollerhaus aus?</strong></p>
<p>Es sind Künstler, die sich sehr für ihre Arbeit engagieren und viel dafür tun. Es sind größtenteils, aber nicht ausschließlich Profis, eben Künstler, die von und für ihren Beruf leben. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass einer an der Akademie studiert hat, auch Autodidakten sind ganz hervorragende Künstler. Ich muss nur spüren, dass sich derjenige mit seiner Kunst identifiziert und sich sehr intensiv auseinander setzt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/hollerhaus_400.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-816" title="hollerhaus_400" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/hollerhaus_400.jpg" alt="" width="400" height="282" /></a></p>
<p><strong>Was müssen die Kunstwerke vorweisen, damit es in Ihrem Hause zu einer Ausstellung kommt?</strong></p>
<p>Sie müssen mich in erster Linie ansprechen und es ist wichtig, dass sie – rein pragmatisch gesehen – auch ins Hollerhaus passen, so zum Beispiel von der Formatgröße und natürlich auch vom Stil. Das heißt aber nicht, dass die Ausstellungen nicht ganz verschiedenartig sein können, einmal abstrakt, skulptural, naturalistisch, fotografisch und Vieles mehr. Das finde ich sogar sehr wichtig. Kunst muss mich zudem persönlich berühren und Kunst muss eine Aussage haben. Sie sollte den Menschen Freude vermitteln oder auch dem Betrachter neue Sichtweisen eröffnen. Ich probiere gerne Neues aus, denn dadurch entsteht immer auch eine gewisse Spannung.</p>
<p><strong>Neues ausprobieren, heißt das Mut zum Risiko?</strong></p>
<p>Es kommt darauf an. Die Kunstwerke dürfen durchaus provozieren, aber immer auf einem bestimmten Niveau. Ich möchte, dass jeder Besucher in die Ausstellung gehen kann – die Jugend genauso wie ältere Menschen und Familien mit Kindern. Jeder soll etwas für sich mitnehmen, eine Bereicherung erfahren. Dabei sollte Kunst auch zu Denkanstößen auffordern.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/Lia_Schneider-Stoeckl_400.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-819" title="Lia_Schneider-Stoeckl_400" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/Lia_Schneider-Stoeckl_400.jpg" alt="" width="400" height="375" /></a></p>
<p><strong>Was raten Sie Künstlern, die ihre Karriere voranbringen wollen?</strong></p>
<p>Ausstellen und immer wieder ausstellen – in möglichst guten Galerien – um so mit Hilfe von Galeristen auf sich und ihre Kunst bestmöglich aufmerksam zu machen. Natürlich sind dabei zunächst eine Mappe mit Arbeiten und ein detaillierter Lebenslauf für eine gute Präsentation wichtig. Für einen ersten Eindruck ist auch eine Präsentation im Internet sehr hilfreich. Der Galerist muss sich aber – in einem zweiten Schritt – immer auch die Kunstwerke im Original ansehen, um sich eine Vorstellung machen und eine Entscheidung treffen zu können.</p>
<p><strong>Was raten Sie Künstlern, für die Suche nach einer passenden Ausstellungsmöglichkeit?</strong></p>
<p>Künstler sollten nicht jede Möglichkeit nutzen, nur um ihre Bilder öffentlich zu machen. Wenn jemand lange Zeit nur in Arztpraxen, Banken oder Geschäften ausgestellt hat, dann wird er sich schwerer tun, in einer guten Galerie aufgenommen zu werden.<br />
Es ist vor allem wichtig, sich bei einer Absage einer Galerie nicht entmutigen zu lassen. Oft hat es gar nichts mit der Güte oder Wertigkeit der Arbeit zu tun, sondern vielmehr hängt es nur vom Stil oder der Zielgruppe der Galerie ab oder ganz einfach am vollen Terminplan.<br />
Hier im Hollerhaus beispielsweise warten Künstler bis zu zwei Jahre auf einen Termin. Ich rate also, immer wieder in den Galerien nachzufragen und nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappen sollte.<br />
<em> </em></p>
<p><em><br />
Galerie Hollerhaus:<br />
<a href="http://www.hollerhaus-irschenhausen.de" target="_blank">www.hollerhaus-irschenhausen.de</a></em></p>
<p><em>Artikel zur Geschichte des Hollerhauses von Andrea Weber:<br />
<a href="http://www.leo-n-art.de/epaper#/16" target="_blank">http://www.leo-n-art.de/epaper#/16</a></em></p>
<p><em>© Fotos von Andrea Weber</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Vertrag mit einer Galerie</title>
		<link>http://tippsundtricks.kunst.ag/der-vertrag-mit-einer-galerie/</link>
		<comments>http://tippsundtricks.kunst.ag/der-vertrag-mit-einer-galerie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 May 2011 09:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Isa Bickmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerien / Galeristen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://tippsundtricks.kunst.ag/?p=793</guid>
		<description><![CDATA[Teil 4: Verträge und Vereinbarungen mit einer Galerie Es gibt ja Galeristen, die behaupten, das Menschliche sei nebensächlich in der Zusammenarbeit mit einem Künstler. Doch in der Praxis erweist sich, dass freundschaftliche und geschäftliche Verbindung Hand in Hand gehen: Läuft die eine nicht gut, leidet die andere darunter. Manch ein Händler versucht, Künstler vertraglich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Teil 4: Verträge und Vereinbarungen mit einer Galerie</em></p>
<p><em><br />
</em>Es gibt ja Galeristen, die behaupten, das Menschliche sei nebensächlich in der Zusammenarbeit mit einem Künstler. Doch in der Praxis erweist sich, dass freundschaftliche und geschäftliche Verbindung Hand in Hand gehen: Läuft die eine nicht gut, leidet die andere darunter. Manch ein Händler versucht, Künstler vertraglich an seine Galerie zu binden, um über die Sympathieebene hinaus etwas Verlässliches in der Hand zu halten. Einige benötigen unendlich viel Zeit, sich für eine künstlerische Position so weit zu erwärmen, dass es auch zu einer Ausstellung und zur Aufnahme ins Programm kommt. Andere nehmen genauso schnell auf, wie sie fallenlassen, weil sie einzig und allein an schnellen Verkäufen interessiert sind. Erstere gehen vertragliche Bindungen ein, letztere nur im Falle von Künstlern, für die sogenannte Wartelisten bestehen und deren Weggang einen Umsatzeinbruch zur Folge hätte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/galerie-vertrag_400px.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-798" title="galerie-vertrag_400px" src="http://tippsundtricks.kunst.ag/wp-content/uploads/galerie-vertrag_400px.jpg" alt="" width="400" height="265" /></a></p>
<p>Doch auch wenn die Chemie zwischen Händler und Künstler stimmt, so kann es zu Unstimmigkeiten und Missverständnissen kommen, die, sobald es ums Finanzielle geht, das einstmals gute Verhältnis empfindlich trüben können.</p>
<p><span id="more-793"></span>Da ist zum einen der Transport der Werke. Wer zahlt den Versand zur Galerie, wer den Rückweg? Wer macht den Ausstellungsaufbau? Wie teilen sich die Kosten, wie die Einnahmen? Wie sieht das bei teuren Bronzegüssen aus? Gibt der Künstler Verkaufspreise an oder Nettopreise? Ist er umsatzsteuerpflichtig? Wann wird abgerechnet? Wie lange verbleiben die Werke in der Galerie? Dürfen die Ausstellungsobjekte noch während der Laufzeit einer Ausstellung an Kunden ausgeliefert werden?<br />
Das sind nur einige der vielen Fragen, die im Raum stehen. Bleiben sie ungeklärt, können sie später zu ernsten Zerwürfnissen führen. Oftmals kommen dann mehrere kritische Punkte zusammen.</p>
<p><strong>Vertrag ja oder nein?</strong></p>
<p>Aus Sicht der Galeristen gibt eine schriftliche Vereinbarung Sicherheit, denn rechtliche Klarheit kann komplexe Beziehungen vereinfachen. So empfiehlt es auch der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V. (BVDG) seinen Mitgliedern in den „Grundsätzen der Zusammenarbeit von Künstlern und Galerien“: „Künstler und Galerie verfügen damit <em>[mit einer Vereinbarung, Anm. der Verf.]</em> über eine – auch juristisch – wirksame Arbeitsgrundlage.“</p>
<p>Doch es muss nicht unbedingt ein mehrseitiger Vertrag sein, der ja so manche Spitzfindigkeit enthalten mag und den man als Künstler vielleicht erst nach Rücksprache mit einem Juristen ruhigen Gewissens unterschreiben kann. Auf einen Vertrag bestehen in der Regel Händler, die darauf vertrauen möchten, dass der Künstler ihrer Galerie erhalten bleibt und nicht nach einer Ausstellung, in die der Galerist einiges an Geld investiert hat, zur nächsten Galerie wandert, die vielleicht renommierter, größer, schicker oder – ein Argument, dem sich wohl kaum einer entziehen mag – geschäftstüchtiger ist. In der Regel streben solche Galerien eine vertragliche Verpflichtung ihrer Künstler an, wenn ihr Programm auf Langfristigkeit angelegt ist oder um zu vermeiden, dass umsatzstarke Künstler zu Kollegen wechseln oder gar in derselben Stadt mit einer zweiten Galerie zusammenarbeiten.</p>
<p><strong>Schriftliche Vereinbarung und Lieferschein</strong></p>
<p>Eine letztendliche Sicherheit kann jedoch kein Vertrag bieten. Im Grunde reicht eine gegenseitig unterschriebene Vereinbarung zwischen Galerie und Künstler, die den Hin- und Rücktransport sowie die Laufzeit der Ausstellung regelt. Außerdem ist zu überlegen, ob solche Punkte, wie lang z.B. die Werke nach Ausstellungsende in der Galerie verbleiben, zu regeln sind. Das kann in Briefform oder per E-Mail geschehen. Inwieweit in diesen Fällen eine Rechtssicherheit vorliegt, kann nur ein Jurist klären. Wichtig ist aber, dass Sie schriftliche Absprachen treffen.</p>
<p>Zur Lieferung der Werke ist es allerdings unabdingbar, dass der/die Künstler/in eine Liste seiner auszustellenden Werke anfertigt, die Folgendes enthält:</p>
<ul>
<li>Titel, Jahr, Material, Maße (Höhe mal Breite mal Tiefe) und evtl. Auflagennummer</li>
<li>Preise (Verkaufspreise, keine Nettopreise, um Missverständnissen aus dem Wege zu gehen. Bei Galerien im Ausland sind unbedingt beide Werte aufzuführen).</li>
<li>Aufteilung des Erlöses. Hier reicht der Satz „50 % für Sie“.</li>
</ul>
<p>Es scheint sinnvoll, hier auch festzuhalten, wann abgerechnet wird. Doch da es häufig vorkommt, dass Abrechnungen nur mit großen Verzögerungen erfolgen, garantiert eine schriftliche Vereinbarung auch nicht die prompte Bezahlung.</p>
<p>Die Anfertigung eines solchen Lieferscheins mit Preisen, der von der Gegenseite bei Erhalt der Arbeiten gegengezeichnet wird, ist grundsätzlich anzuraten. Auch – ganz besonders – bei Ausstellungen in Behörden, Firmen und anderen kunstfernen Orten. Denn es ist die Aufgabe des Künstlers, der Versicherung bei Schäden den Wert nachzuweisen. Es ist auch auf dem Lieferschein deutlich darauf hinzuweisen, dass die Kunstgüter zu versichern sind, eine Forderung, die sich bei Galerien oder Museen hingegen erübrigt.</p>
<p><strong>Der Wert von Vertrauen und Sicherheit</strong></p>
<p>Sie werden sich fragen, warum bestehen manche Galerien auf einer vertraglich festgelegten Bindung? In Traditionsgalerien ist es oft langjährige Praxis, Verträge mit Künstlern zu machen. Besonders wichtig wird es, wenn Künstler in verschiedenen Sparten arbeiten. So erhält der Produzent in der Regel 50 Prozent bei Leinwand und Papier, bei aufwendigen Arbeiten, die einen hohen Materialwert haben, wie z.B. Bronze, kann sich der Galeristenanteil auch auf 30 oder 40 Prozent reduzieren.</p>
<p>Häufig ist eine vertragliche Vereinbarung Ausdruck eines Bedürfnisses nach Sicherheit. Denn solange der Künstler im Programm der Galerie steht, ist er ihr verpflichtet. Alle Verkäufe sollten dann über diese Erstgalerie abgerechnet werden, sogar auch – je nach Vereinbarung – die Erlöse aus anderen Verkaufsausstellungen.<br />
Für den/die KünstlerIn bedeutet ein Vertrag eine zusätzliche Sicherheit, er ist allerdings kein Garant für künftige Verkäufe, es sei denn, die Galerie verpflichtet sich zu Ankäufen oder monatlichen Zahlungen. Beides ist aber heute so gut wie gar nicht mehr üblich.</p>
<p><strong>Rabatte – ein heikles Thema</strong></p>
<p>Ein heikles Thema sind die Rabatte. Auch hier sollte unbedingt vorher vereinbart werden, wie damit zu verfahren ist. Denn es ist nun einmal so, dass Sammler zunehmend nach Preisreduktionen fragen. Da werden inzwischen gerne mal 10, 20 oder gar 30 Prozent gefordert. Der Galerist steht vor der Frage: Kleinstgewinn (denn er hat ja laufende Kosten), 50 Prozent an den Künstler weitergeben und ihn die oft sehr mühsame Verhandlung mit dem Kunden nicht spüren lassen oder den Rabatt mit dem Produzenten teilen. In der Regel versuchen die Händler, den „Verlust“ an den Künstler hälftig weiterzugeben.<br />
Aber ist es einem Künstler wirklich recht, wenn sein Werk z.B. 20 Prozent unter „Ladenpreis“ an den Kunden geht? Gerade hier zeigt sich, wie wichtig es ist, vorher solche Punkte zu klären. Dann ist für beide Seiten das Miteinander um vieles klarer und leichter. Und sollte es später zu Differenzen kommen, gibt es die Sicherheit eines schriftlichen Beleges.</p>
<p>Alle hier aufgeführten Tipps sind nicht rechtsverbindlich. Im Zweifel sollte juristischer Rat eingeholt werden.<br />
<em></em></p>
<p><em><br />
Foto Copyright © iStockphoto.com/urbancow</em></p>
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