Tipps & Tricks zum Verkauf von Kunst

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Reich und berühmt wie Picasso? Gehe diese 7 Schritte

5. Dezember 2019 von Matthias Klopp · Keine Kommentare · Allgemeinheit, Bekanntheit / Reputation, Galerien / Galeristen, Präsentation, Preis / Wert, Sammler, Verkaufen, Werbung

Hand auf’s Herz:

Welcher Künstler wäre nicht gern auch schon zu Lebzeiten so berühmt und reich wie Picasso es war?

Picasso war ein künstlerisches Genie. Aber eben auch ein Genie des Marketings.

Dabei hat Picasso es auch in der Vermarktung seiner Person und seiner Kunst zur Meisterschaft gebracht. Er beherrschte sein künstlerisches Handwerk UND das Handwerk professionellen Marketings.

Die folgenden 7 Schritte ist er auf seinem Weg zum König des Kunstmarkts gegangen:

1. Schritt: Handwerk/Qualität: Als Genie geboren?
Was muss ein Künstler können und wie gut muss er sein?
– Wie ist Picasso zum Kunstgenie und KunstVERMARKTUNGSgenie geworden?

2. Schritt: Name: Vom Namen des Künstlers zur Marke
– Wie wichtig ist der richtige Künstlername?

3. Schritt: Nische/Positionierung: Einen Picasso erkennt man sofort
– Wie wird Deine Kunst unverwechselbar?

4. Schritt: Präsentation: Das Funkeln des Stars
Die Präsentation von Kunst und Künstler

5. Schritt: Preise: Der teuerste und reichste Künstler der Welt
– Wie Du die Preise nach oben treibst (und einen guten Schnitt machst)

6. Schritt: Verkaufen: Meister der modernen Selbstvermarktung
– Künstler als Bestseller oder die Kunst des Verkaufens

7. Schritt: Werbung: Picasso überall
– Wie Du Dich als Künstler ins Gespräch bringst

Sehen wir uns diese 7 Schritte einmal genauer an:

Schritt 1: Handwerk/Qualität
Als Genie geboren?

Was muss ein Künstler können und wie gut muss er sein?

Wie ist Picasso zum Kunstgenie und KunstVERMARKTUNGSgenie geworden?

„Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Handwerk aus dem gelben Fleck eine Sonne macht.“

Pablo Picasso

„Überlegung und Handwerk“ – Picasso selbst gibt uns die Antwort.

Niemand wird als Genie geboren. Überlegung und Handwerk machen einen Menschen zum Künstler.

Picasso war ohne jeden Zweifel ein Meister seines Fachs. Hast Du einmal eine Zeichnung von Picasso gesehen, wie er mit nur zwei, drei Strichen einen wilden Stier gezeichnet hat? Oder eine weiße Taube?

Für mich ist es immer wieder ein kleines Wunder, wenn ein Künstler mit nur wenigen Strichen ein weißes Blatt Papier zum Leben erwecken kann. Oder eben aus einem ‚gelben Fleck eine Sonne macht‘.

Wenn Du Premium-Preise für Deine Kunstwerke erzielen willst, dann lerne Deine Kunst meisterhaft zu beherrschen. Das ist die Grundlage. Wenn ein Interessent beim Anblick eines Kunstwerks von Dir erkennt, dass Du Deine Kunst auf meisterhaftem Niveau beherrschst, dann wird er auch bereit sein, einen hohen Preis dafür zu zahlen. Echte Meisterwerke haben nun mal ihren Preis.

Wie gut musst Du als Künstler also sein?

Du musst mindestens so gut sein, dass Deine handwerkliche Qualität für Käufer kein Thema ist.

Je besser Du Dein Handwerk beherrschst, desto höher kannst Du wahrscheinlich auch Deine Preise ansetzen.

Was war also Picassos allererster Schritt auf dem Weg zum „König des Kunstmarkts“?

Richtig, er hat geübt. Und zwar täglich. Jeden Tag. Jede Woche. Jeden Monat. Jedes Jahr. Sein ganzes Leben lang. Picassos Gesamtwerk wird auf ungefähr 20.000 Kunstwerke geschätzt (davon der größte Teil Gemälde). Picasso wurde 92 Jahre alt. Gehen wir einmal der Einfachheit halber davon aus, dass er mit 15 begonnen hat und mit 90 aufhörte. Das sind 20.000 Werke in 75 Jahren. Also ca. 265 Werke pro Jahr. Das ist fast jeden Tag ein Werk. Häufig soll er auch mehrere Werke an einem Tag geschaffen haben. Oft wohl in der Nacht, weil er dann seine Ruhe hatte.

Wie oft übst Du?

Was tust Du, um Dich künstlerisch zu verbessern?

Von wem lernst Du?

Wir oft probierst Du etwas neues aus?

Beherrscht Du alle Techniken, die Du für Deine Kunst brauchst?

Schritt 2: Künstlername & Signatur
Vom Namen des Künstlers zur Marke

– Wie wichtig ist der richtige Künstlername?

„Der Fetisch des Kunstmarktes ist der Künstlername.“

Walter Benjamin

Ein „echter van Gogh„, ein „echter Monet„, ein „echter Picasso„.

Künstlernamen beherrschen den Kunstmarkt.

Kennst Du irgendeinen weltberühmten Künstler, der einen richtig „doofen“ Namen hat?

Nimm Dir mal 5 bis 10 Minuten und denk darüber nach, nimm ein Künstlerlexikon in die Hand oder recherchiere im Internet. Und…?

Ich habe mal willkürlich einige Namen der berühmtesten Künstler der Welt aufgelistet:

Pablo Picasso
Vincent van Gogh
Salvador Dalí
Leonardo da Vinci
Michelangelo Buonarroti
Paul Cézanne
Claude Monet
Albrecht Dürer
Henri Matisse
Edward Munch
Andy Warhol
Francisco de Goya
Joan Miró
Marc Chagall
Paul Klee
Gustav Klimt
Caspar David Friedrich
Edgar Degas
Rembrandt van Rijn
David Hockney
Banksy
Edward Hopper
Gerhard Richter
Egon Schiele
Jeff Koons

Fällt Dir etwas auf?

Alle Künstlernamen dieser weltberühmten Künstler haben einen guten Klang.

Es gibt keinen einzigen Namen, der nicht einigermaßen gut klingt. Keinen einzigen. Ich habe mir wirklich mal die Mühe gemacht und bin etliche Listen der berühmtesten Künstler im Internet durchgegangen. Ich konnte keinen Künstler mit einem komisch klingenden oder austauschbaren Namen finden!

Ich weiss, es gibt viele Künstler, die vor diesem Schritt zurück schrecken. Andererseits gibt es viele „Künstler“, die meinen, nur, weil sie sich einen Künstlernamen zulegen, seien sie auch besondere Künstler.

Dabei ist der eigene Künstlername sicher nicht der erste Schritt. Der erste Schritt ist die Beherrschung des Kunsthandwerks. Aber wenn Du ernsthaft als Künstler Karriere machen und berühmt werden willst, dann wärst Du eine besondere Ausnahme, wenn Du es ohne einen guten Künstlernamen schaffen würdest.

Wenn Du Dich und Deine Kunst auf den Spuren von Picasso vermarkten willst, dann brauchst Du einen eigenen guten Künstlernamen.

Die Signatur ist dann noch ein eigenes Thema, aber ebenfalls sehr wichtig: Die Signatur ist quasi das „Logo“ eines Künstlers.

Die Festlegung auf einen Künstlernamen ist eine weitreichende Entscheidung

Auch Picasso hat seinen Künstlernamen in seiner Anfangsphase schrittweise bis zum endgültigen „Pablo Picasso“ weiterentwickelt.

Du kannst vielleicht anfangs eine gewisse Zeit lang mit Deinem Künstlernamen experimentieren. Aber irgendwann musst Du Dich dann auf einen Künstlernamen festlegen und Dein Künstlerleben lang dabei bleiben. Nur so kann Dein Künstlername seine volle Strahlkraft entwickeln.

Schritt 3: Nische/Positionierung
Einen Picasso erkennt man sofort

– Wie wird Deine Kunst unverwechselbar?
Oder: Warum kein Künstler einfach so berühmt geworden ist

„Du musst Dir in der kommerziellen Welt den kleinen Raum suchen, in dem Du etwas bewirken kannst.“

Sydney Pollack

Es gibt keinen berühmten Künstler, der nicht im Kunstmarkt eine bestimmte Position besetzt. Ach ja, da war das Wort auch schon: Der KunstMARKT. Der Kunstmarkt ist eben auch nichts anderes als ein Markt. Auf dem Kunstmarkt wird Kunst hergestellt, verkauft und gehandelt. Künstler sind die Produzenten und die Kunstwerke sind ihre Produkte. Werfen wir einen Blick auf die Marktführer im Kunstmarkt, sind wird gleich wieder bei der Positionierung:

Jeder berühmte Künstler steht für einen bestimmten Kunststil.

Oft hat er diesen Stil selbst „erfunden“. Oft ist er vor allem für ein bestimmtes Kunstwerk bekannt.

Sehen wir uns mal wieder eine Liste berühmter Künstler an:

Künstler und wofür sie berühmt sind:

  • Andy Warhol – Stil: Pop Art – Kunstwerk: Marilyn Monroe Siebdrucke
  • Roy Lichtenstein – Stil: Pop Art
  • Pablo Picasso – Stil: Kubismus – Kunstwerk: Guernica
  • Vincent van Gogh – Stil: Expressionismus – Kunstwerk: Die Sonnenblumen
  • Damien Hirst – Stil: Young British Artists – Kunstwerk: Der Hai im Wassertank
  • Leonardo da Vinci – Kunstwerk: Die Mona Lisa
  • Rembrandt – Kunstwerk: Der Mann mit dem Goldhelm (obwohl doch nicht von ihm?)
  • Auguste Rodin – Bildhauer – Kunstwerk: Der Denker
  • Wasily Kandinsky – Stil: Kubismus
  • Salvador Dalì – Stil: Surrealismus
  • René Margritte – Stil: Surrealismus

Alle genannten Künstler stehen für eine Nische im Kunstmarkt. Sie alle haben sich erfolgreich im Kunstmarkt „positioniert“. Auch Picasso hat das geschafft. Er mag es nicht Positionierung genannt haben, aber ihm war klar, wie man sich auf dem Kunstmarkt einen Namen macht.

Niemand wird einfach so berühmt.

Du willst als Künstler bekannt werden?

Damien Hirst ist berühmt dafür, dass er den toten Hai in einen Tank gepackt hat. Picasso ist bekannt für seinen abstrakten Gemälde, in denen er Mensch und Tier in geometrischen Formen darstellt. Picasso ist bekannt für sein Guernica, für seine Stiere.

Betrachter sollen Deine Kunst mit Deinem Namen verknüpfen

Die Betrachter Deiner neuen Kunstwerke sollten sich denken: „So etwas habe ich ja noch nie gesehen.“ Und er sollte Deine Kunst mit Deinem Namen verknüpfen.

Ein Künstler, der diese Verknüpfung immer wieder mit sehr spektakulären und umstrittenen Aktionen schaffte, ist beispielsweise Wolfgang Flatz. „So posierte er z. B. als nackte Dartscheibe, die vom Publikum mit Pfeilen beworfen werden sollte, oder er ließ sich kopfüber als Glockenschwengel an einem Seil aufhängen, um zu Walzerklängen zwischen aufgespannten Metallplatten hin- und her zu knallen.“ (Quelle Wikipedia) Flatz war es auch, der eine tote Kuh aus einem Hubschrauber über Berlin abwarf.

Oft ist es ein einzelnes Werk, für das ein Künstler am berühmtesten ist. Denk nur an Leonardo da Vinci und die Mona Lisa. Oder Damien Hirst und seinen toten Hai im Glastank.

Wie Du Dich als Künstler am Kunstmarkt positionieren kannst

Folgende Ansätze eignen sich also, um sich als Künstler am Kunstmarkt zu positionieren:

  • Kunststile
  • Techniken
  • Motive
  • Themen
  • Spektakuläre Einzelwerke
  • Länder oder Regionen

Natürlich kombiniert jeder Künstler diese Ansätze. Picasso begann als MALER, der KUBISTISCHE Werke schuf. Auf diese Weise lassen sich aber auch neue Positionen auf dem Kunstmarkt finden. Ein Beispiel wäre, wenn jemand als erstes kubistische Plastiken gestaltet hätte. Das könnte aber gut Picasso selbst gewesen sein, dass konnte ich noch nicht genau recherchieren.

Aber es kommt immer wieder vor, dass Künstler sich einen Namen machen, indem sie ein Kunstphänomen auf andere Bereiche übertragen.

Das funktioniert auch über den Ortsfaktor: So gibt es beispielsweise den bekanntesten Porträtmaler der Welt, aber eben auch den bekanntesten Porträtmaler Deutschlands. Ja, eine Positionierung wäre sogar, der bekannteste Porträtmaler einer Stadt zu sein.

Die entscheidende Frage, die Du Dir als Künstler stellen musst, wenn Du berühmt werden willst, ist also:

FÜR WAS will ich berühmt werden?

Schritt 4: Präsentation
Das Funkeln des Stars

– Die Präsentation von Kunst und Künstler

„Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.“

Pablo Picasso

Klick einmal auf diesen Link und sieh Dir die Porträtfotos von Picasso an:

https://www.google.com/search?q=picasso+photo+portrait&tbm=isch

Glaubst Du, dass sich Picasso hier einfach hat irgendwie fotografieren lassen?

Oder glaubst Du, dass Picasso bei jedem einzelnen Foto bewusst war, dass er fotografiert wurde und dass er sich überlegt und ganz bewusst in Szene gesetzt hat?

Du erkennst es an diesen Fotos: Picasso wusste, wie er stehen sollte, wie seine Haltung aussehen soll, wie er gucken soll, wo er fotografiert werden wollte, was alles auf dem Foto zu sehen sein sollte und ja, sogar welche Kleidunge er dabei tragen sollte – oder auch welche nicht.

Picasso war sicher ein Meister der Selbstdarstellung. Meister ist vielleicht nicht das treffendste Wort. Er war ein Profi der Selbstdarstellung. Das trifft es wohl eher. Er hat sich und seine Kunst professionell präsentiert.

Ja, genau das gehört bei einem professionellen Künstler eben auch dazu:

Die professionelle Präsentation und Selbstvermarktung.

Was gehört alles zur professionellen Selbstdarstellung?

  • professionelle Präsentation der Kunstwerke:
    Rahmen, Beleuchtung, Fotos etc.
  • professionelle Präsentation des Künstlers:
    Porträtfoto, Biografie, Texte etc.
  • professionelle Kommunikation:
    Interviews, Fotos, Ausstellungen, Briefe, E-mails etc.

Wenn Du unsicher bist, ob Deine Präsentation, Dein Foto, Dein Text, Deine Website oder was auch immer diesem Standard entspricht, kannst Du Dir auch einfach folgende Frage stellen:

Deine Prüffrage:
Würde Pablo Picasso sich heute damit öffentlich präsentieren?

Im Prinzip ist es ganz einfach: Wenn Du als Künstler ernst genommen werden willst, dann musst Du Dich und die Präsentation Deiner Kunst und Deiner Person genauso ernst nehmen.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Was für Fotos soll ich denn nun von mir machen? Im Atelier? Beim Malen? Oder nur das Gesicht? Und was soll ich anziehen?

Die Fragen sind durchaus berechtigt und das Spektrum, wie andere Künstler sich ablichten lassen, ist natürlich breit. Erinner Dich nur an die verschiedenen Fotos von Picasso.

Ich würde meine Empfehlung auf folgende Formel bringen:

Selbstdarstellungs-Formel: authentisch + professionell + erfolgreich

Die professionelle Präsentation Deiner Kunstwerke

Picasso wird seine Kunst hauptsächlich an zwei Orten gezeigt haben: In seinem Atelier und bei Ausstellungen.

Dort wird er denselben Massstab angelegt haben.

Präsentiere Deine Kunstwerke auf einem professionellen Niveau:

  • professionelle Fotos der Kunstwerke
  • professionelle Präsentation (Website, Rahmung, Ausstellung etc.)
  • professionelle Texte (Bildbeschreibungen, Biografie/Vita etc.)

Schritt 5: Preise
Der teuerste und reichste Künstler der Welt

– Wie Du die Preise nach oben treibst (und einen guten Schnitt machst)

„Ich will leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.“

Pablo Picasso

Welcher Künstler wäre nicht gerne so berühmt wie Picasso?

Und würde vor allem genauso viel Geld für seine Werke bekommen wie er?

Wie Picasso die Preise und seinen Gewinn nach oben getrieben hat:

Picasso, der raffinierte Massenproduzent

Tatsächlich war Picasso extrem produktiv. Gleichzeitig hat er wirklich viele einzigartige herausragende Kunstwerke geschaffen. Nach dem On-Line Picasso Project wird die Gesamtzahl seiner Werke auf 50.000 geschätzt, darunter

  • 1885 Gemälde,
  • 7089 Zeichnungen,
  • 30.000 Drucke (Radierungen, Lithographien etc.),
  • 150 Skizzenbücher,
  • 1228 Skulpturen,
  • 3222 Keramiken
  • sowie Bildteppiche.

Wenn das keine Massenproduktion ist, was dann?

Picasso, der raffinierte Verkäufer:

Wie hat es Picasso dann als Massenproduzent von Kunst geschafft, so viel Geld damit zu verdienen?

Er war ein äußerst geschickter Verkäufer und hat verschiedene Verkaufsstrategien und -taktiken eingesetzt. Grundsätzlich hat er die Nachfrage nach seiner Kunst angekurbelt und gleichzeitig das Angebot seiner Kunstwerke verknappt. Denn je weniger Werke es bei hoher Nachfrage, desto höher die Preise.

Große Nachfrage + knappes Angebot = hohe Preise

Wenn es viele Interessenten gibt, die dieselben Werke haben wollen, dann kann der Künstler oder der Galerist die Werke zu Höchstpreisen an die Meistbietenden verkaufen.

Das ist der beste Fall für Dich:

Möglichst viele Interessenten wollen gleichzeitig dasselbe Werk und treiben den Preis in die Höhe.

Auch heute befinden sich unter den aktuell zehn teuersten Gemälden der Welt sich drei Werke von Picasso: Akt mit grünen Blättern und Büste, Junge mit Pfeife und Dora Maar mit Katze (Quelle Wikipedia, wird laufend aktualisiert).

Picasso, Meister der Verhandlung

Picasso erwarb sich unter Galeristen und Sammlern einen Ruf als gewiefter Verhandlungspartner:

„Mehr als 40 Jahre nach seiner Ausstellung bei Vollard gestand Picasso seiner Lebensgefährin Francoise Gilot, dass er seine eigenen Verkaufsmanöver noch immer auf Vollards Taktik aufbaute. Auch wenn er verkündete, die beste Kalkulation sei keine Kalkulation, zog er die Verhaltensmuster seiner Verhandlungspartner im Voraus in Betracht und entwickelte sich zu einem Meister der psychologischen Kriegsführung. So handelte er immer wieder vorteilhafte Verträge mit seinen Händlern aus, die ihm sowohl maximale Unabhängigkeit als auch maximale Unterstützung garantierten.“

Denk bitte nochmal genau über das Gelesene nach:

Picasso war ein Star des Kunstmarkts. Picasso hatte spätere mehrere Galeristen und Kunsthändler, die seine Werke verkauften und ihn bei der Vermarktung unterstützen. Aber gleichzeitig war Picasso SELBST ein gewiefter und ausgefuchster Verkäufer, Vermarkter und Vertragspartner.

Wenn Du Picasso auf seinen Spuren folgen willst, dann kannst Du nicht einfach sagen, dass sich andere um Verkauf und Vermarktung kümmern sollen, und Dich das alles nicht interessiert. Du musst selbst ein Experte in diesen Disziplinen werden!

Picasso, Star der Massenmedien

Schon zu Lebzeiten war Picasso ein Star der Medien. Jeder wusste, wer Picasso war. Ich erinnere mich noch, dass in meiner Kindheit auch einfache Poster von Picasso zu Hause an den Wänden hingen. Natürlich hätte fast jeder damals gerne einen echten Picasso in seinem Wohnzimmer gehabt. Allerdings waren die Kunstwerke dieses Stars der Kunstwelt für die meisten Menschen unerschwinglich. Aber gerade für diese Käuferschicht hatte die Kunstwelt ein spezielles Produkt entwickelt: Den limitierten und signierten Druck.

Für den Künstler war der signierte Druck eine äußerst lukrative Sache. Er schuf das Werk einmal, ließ es ein paar Hundert mal drucken, signierte die Drucke und verkaufte jeden Druck für einen „guten“ Preis – und zwar ein paar Hundert Mal!

Star + Massenprodukt = massenhafte Zusatzeinnahmen

Du hast ja oben gesehen, dass es 30.000 Drucke (Radierungen, Lithographien etc.) von Picasso gibt. Und die konnte Picasso bzw. seine Händler sicher ohne Probleme verkaufen. Denn wer wollte nicht gerne ein „Original“ (wenn auch nur mit originaler Unterschrift) vom großen Picasso?

Picasso, der Netzwerker

Picasso war ein Weltstar der Kunstszene. Er war der Star. Er allein.

Aber niemand WIRD alleine zum Star. Was man leicht vergisst, wenn alle Augen, Kameras und Blitzlichter auf den Star gerichtet sind, sind die ganzen Menschen im Hintergrund, die ihn zum Star gemacht haben. Im Fall von Picasso war es ein Netzwerk aus Händlern, Kuratoren und Kritikern wie Piroschka Dossi in HYPE! schreibt. Amüsant und auf den zweiten Blick eigentlich logisch ist die Art, wie zielgerichtet sich Picasso gerade zu Beginn sein Netzwerk aufgebaut hat. Er machte sich eine Liste der Wunschkandidaten für sein Netzwerk, malte diese und schenkte ihnen die Porträts.

Wirklich erstaunlich, in wievielen Bereichen es Picasso zur Meisterschaft gebracht hat.

Schritt 6: Verkaufen
Meister der modernen Selbstvermarktung

– Künstler als Bestseller oder die Kunst des Verkaufens

Ein Gemälde ist wahrscheinlich die schockierendste Wertsteigerung von dem, was die Herstellung kostet, zu dem, wofür Du es verkaufst.

Damien Hirst

Piroschka Dossi fasst in HYPE! in nur einem Absatz beinahe den ganzen Weg Picassos von den Anfängen des Kubismus bis zum hochpreisigen Star zusammen (mit Picassos Innovation ist dabei der Kubismus gemeint):

„Picasso war von seiner Innovation überzeugt. Zugleich war ihm bewusst, dass er sie nicht im Alleingang durchsetzen konnte. Er verbündete sich mit dem Maler Georges Braques, der zur selben Zeit an ähnlichen Formenentwicklungen arbeitete. Mit dem Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler vereinbarten sie eine gemeinsame Vermarktung. Getreu dem Sprichwort, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, begann Kahnweiler die Eroberung der Kunstwelt im Ausland. Die deutlich höheren Preise, die er dabei für Picasso festlegte, positionierten diesen an der Spitze der kubistischen Künstler und der selektive Verkauf seiner Arbeiten an bedeutende Sammler sorgte für Exklusivität und steigende Preise.“

Daraus ergeben sich folgenden Zutaten für die nächste Stufe:

Vom Künstler zum Besteller nach Picasso:

  • Umzug in das/ein Zentrum der Kunstwelt
  • Kooperation mit anderen „Innovatoren“ bzw. Begründern des neuen Stils
  • Vermarktung durch erfahrene und finanzkräftige Kunsthändler
  • Internationalisierung
  • hohe Preise
  • Pflege und exklusiver Verkauf an ausgewählte Sammler

Der Ruf eines Künstlers wird von anderen gemacht

Oder: Was hat Lottospielen mit dem Kunstmarkt zu tun?

Wie wird ein Künstler bekannt?

Wie erwirbst Du Dir einen Ruf als ernstzunehmender Künstler?

Einen Ruf als Künstler, dessen Werke man kaufen sollte?

Stell Dir vor, der Kunstmäzen Würth kauft zwei Deiner Werke. Welche Wirkung hat das wohl, wenn andere von diesem Kauf erfahren?

Der Kauf Deiner Kunst durch bekannte Sammler und Kunsthändler ist wie ein Ritterschlag. Wenn ein Sammler wie Würth, der als einer der größten Kunstmäzene Deutschlands gilt, ein Werk von Dir kauft, dann wird Dir diese Tatsache weitere Türen öffnen. Denn die Käufer Deiner Kunst begründen zusammen mit anderen Deinen künstlerischen Ruf. Wenn die bekannten Größen des Kunstmarkts Deine Werke kaufen, dann werden die anderen folgen. Genau dieses Vorgehen haben Picasso und seine Kunsthändler auch angewandt.

Ja, und wie kommst Du da jetzt hin?

Versetz Dich einmal in die Rolle eines Kunstsammlers oder eines Galeristen. Von welchem neuen, aufstrebenden Künstler würdest Du kaufen? Wonach suchst Du? Nimm Dir mal etwas Zeit und denk in Ruhe darüber nach.

Für welchen unbekannten Künstler würdest Du Geld ausgeben?

Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: Der britische Kunstmäzen Charles Saatchi ist mitverantwortlich für den Aufschwung der Young British Artists und Gründer der Saatchi Gallery. Und jetzt rate Mal, wer die Konservierung des berühmten Hais von Hirst für die erste Ausstellung, die Hirst noch selbst organisiert hat, finanzierte?

„Und dann war da natürlich der Bursche aus Leeds, der einen toten Tigerhai zum Wahrzeichen einer Bewegung machte: Die Arbeit „Die Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden“ entstand 1991. Damien Hirst war der Aktivposten der Gruppe, ein genialer Netzwerker und Promoter. Er sorgte auch dafür, dass der Werbemagnat Charles Saatchi einen Rundang durch das als White Cube ausstaffierte Lagergebäude machte: Er war Großbritanniens wichtigster Sammler für zeitgenössische Kunst, und er war begeistert.“ (Quelle: art)

Hast Du es gelesen? Damien Hirst war ein „genialer Netzwerker und Promoter“. Und Saatchi auf der Suche nach dem nächsten Jackpot des Kunstmarkts. Sie hatten sich gefunden.

Nochmal: Du musst Du Dich selbst als zukünftigen Star des Kunstmarkts verkaufen. Wenn Du alle vorherigen Schritten auf den Spuren Picassos befolgst, dann wirst Du Dich professionell in diese Position gebracht haben und kannst den nächsten Schritt tun, Deine nächsten Partner auswählen und gewinnen.

Schritt 7: Werbung:
Picasso überall

– Wie Du Dich als Künstler ins Gespräch bringst

„Was wohl ist ein Künstler? Er ist ein politisches Wesen, das ständig im Bewusstsein der zerstörerischen, einschneidenden oder der beglückenden Weltereignisse lebt und sich nach ihnen formt. … Nein, die Malerei ist nicht erfunden worden, um Wohnungen zu schmücken! Sie ist eine Waffe zum Angriff und zur Verteidigung gegen den Feind.“

Pablo Picasso

Auf dem Höhepunkt seines Ruhms war Pablo Picasso ein Weltstar. Ein Künstler, über den die Welt gesprochen hat.

Wie hat er es dorthin geschafft?

Wie hat Picasso es immer wieder geschafft, sich ins Gespräch und in die Medien zu bringen?

Werbung á la Picasso:

  • Zusammenarbeit mit großen Kunsthändlern, die einen großen Teil der Vermarktung übernehmen
  • „Pflege“ von Kritikern
  • Ausstellungen
  • Politische Kunst, Zeitgeist und Aufmerksamkeit
  • Fazit: Malen & Machen

1. Zusammenarbeit mit großen Kunsthändlern, die einen großen Teil der Vermarktung übernehmen

Eine Lektion hatte Picasso offensichtlich schon sehr früh gelernt: Bekannte Künstler werden von renommierten Kunsthändlern vermarktet.

Vielleicht sollte ich es besser anders herum formulieren: Künstler werden bekannt, weil professionelle Kunsthändler sie vermarkten.

Doch wie Du schon gemerkt hast, ist das nur die halbe Miete. Denn Picasso hat sich zwar immer nach den passenden Galeristen umgesehen und sie für seine Zwecke eingespannt. Aber er hat immer auch seinen Teil zur Vermarktung beigetragen.

Es ist interessant zu sehen, wie sich Picasso auf dem Weg von ganz unten nach ganz oben auch die Unterstützung verschiedener Kunsthändler gesichert hat. Immer passend zur nächsten Stufe, die er erklimmen wollte.

Seine erste Ausstellung in Paris veranstaltete beispielsweise der Pariser Kunsthändler Ambroise Vollard. Als er später den internationalen Kunstmarkt eroberen wollte, arbeitete er wieder mit anderen Kunsthändlern zusammen, die die notwendigen finanziellen Mittel, Erfahrung und Verbindungen dazu hatten.

Picassos Aufstieg ist wohl tatsächlich gut mit einer Leiter zu vergleichen, die er Stufe für Stufe hoch geklettert ist.

Und wo fängst Du an, eine Leiter zu besteigen?

Richtig, auf der untersten Stufe. Je nachdem, wo Du als Künstler gerade stehst und welche Stufe Deine nächste ist, solltest Du Dir auch die passenden Kooperationspartner suchen.

Die klassischen Stufen durch alle Kunstmärkte von unten nach oben, wie auch Picasso sie durchlaufen hat, sind:

Picassos Kunstmarkt-Leiter bis zur Weltspitze:

  • lokal (Stadt)
  • regional (Region, Bundesland)
  • national (Land)
  • international (Welt)

Auch heute zieht es viele Künstler auf dem Weg zum Erfolg in die Kunstmetropolen dieser Welt, New York, London, Berlin… Welcher Weg für Dich der richtige ist, hängt natürlich von Deinen Zielen und Deinen persönlichen Umständen ab. Wenn Du allerdings mit den besten Kunsthändlern zusammenarbeiten und ein Netzwerk á la Picasso aufbauen willst, dann musst Du eventuell auch dort hin gehen, wo es dieses Netzwerk gibt.

Eine Alternative ist dort anzufangen, wo Du wohnst. In Deiner Stadt. Dann hängt es natürlich von Dir und Deiner Stadt ab, welche Möglichkeiten Du dort hast. Picasso hat sich wohl immer das beste herausgesucht.

2. „Pflege“ von Kritikern

Jeder freut sich über Aufmerksamkeit

Picasso hat anfangs sogar Porträts von Kritikern gemalt, um sich deren Gunst zu sichern. Heute ist die Rolle der Medien wahrscheinlich noch wichtiger als zu Picassos Zeiten. Durch das Internet verbreiten sich Informationen noch schneller und die Anzahl der „Kritiker“, also die Anzahl von Menschen, die über Kunst schreiben, hat sicher auch zugenommen.

Wenn Du Dir die Flut von Fotos ansiehst, die von Picasso in Umlauf sind, dann hast Du eine Vorstellung davon, wie Picasso mit der Presse umgegangen ist. Er stand ihr zur Verfügung. Sicher oft auch nach seinen Vorstellungen, aber er war sich der Rolle der Medien bewusst. Wenn Du siehst, wie gut er sich auf den Fotos selbst inszeniert hat, dann hat er auch die Presse gezielt für seine Zwecke eingespannt. Er war eben auch ein Medienprofi.

Wenn Du Picasso folgen möchtest, dann sollte Dein Umgang mit den Medien ebenfalls professionell sein.

3. Ausstellungen

Ausstellungen war ein zentrales Element von Picassos Werbung. Wobei sich die Galeristen um den Großteil der Arbeit und Werbung bei den Ausstellungen kümmerten.

Picasso hatte Partner, die es auch unter schwierigsten Umständen verstanden, erfolgreiche Ausstellungen zu organisieren. In der Frankfurter Allgemeinen gab es 2010 einen interessanten Artikel über Picassos erste Retrospektive 1932 in Zürich. Denn der Artikel gibt einen guten Einblick in „Das System Picasso„, den Titel des Artikels. Picasso und sein Team aus konkurrierenden Galeristen verstanden sich äußerst geschickt auf die perfekte Vermarktung von Picassos Werken:

„Und damit wären wir auch schon mitten im Thema der Picasso-Schau in Zürich: Denn warum stellte Picasso 1932 ausgerechnet hier aus? Weil Alfred Barr, der legendäre Gründungsdirektor des Museums of Modern Art, es als Zumutung empfand, eine Ausstellung zu präsentieren, die nicht ein Museum, sondern der Künstler zusammen mit seinen Händlern konzipiert hatte. Nachdem der Kunstmarkt durch die Weltwirtschaftskrise eingebrochen war, hatten sich die eigentlich konkurrierenden Galerien Bernheim, Rosenberg und Wildenstein zusammengetan und die Picasso-Retrospektive aus der Taufe gehoben. Frankreich, England und Spanien kamen für eine Schau nicht in Frage, da die Museen dort zu diesem Zeitpunkt keine Gegenwartskunst ausstellten.

Preislisten von früher ausgestellt

In Berlin tobte der Wahlkampf der Nationalsozialisten. Zürich aber wies zwei Vorteile auf: Das Kunsthaus blickte erstens als Museum auf eine stolze Tradition zurück; und zweitens bot es aufgrund seiner Struktur als privater Kunstverein den zusätzlichen Vorteil, dass aus den Ausstellungen verkauft werden konnte. Die Preislisten von damals liegen heute in Vitrinen aus, zwischen 200.000 und 300.000 Francs kostete ein Picasso. Das Haus hatte man leer geräumt, um für zweihundertfünfzig Bilder Platz zu schaffen.

Was Picasso damals zeigte, war also eine in jeder Hinsicht kalkulierte Ausstellung. Hat er die Bilder auch selbst gehängt? Die Hängung übernahm Sigismund Righini, Maler und Präsident der Ausstellungskommission, der sich für eine chronologische Abfolge entschied. Picassos kuratorischer Beitrag beschränkte sich im Vorfeld darauf, anzuregen, Braque und Léger wieder auszuladen, mit denen er ursprünglich zusammen gezeigt werden sollte. Außerdem wollte er nicht mit seinem vollen Namen auf dem Katalog genannt werden, nicht „Pablo Picasso“, sondern nur „Picasso“. Ein Name wie ein Logo.“

(Quelle: faz.net )

Dass Picasso sich selbst als Zentrum der Kunstwelt sah, ist wohl offensichtlich. Aber er hatte auch ein exzellentes Team, das ihm half, genau dieses Bild auch so zu kommunizieren, dass der Rest der Welt dies auch so sah.

4. Politische Kunst, Zeitgeist und Aufmerksamkeit

„Es war einer jener Tage, an denen die Zeit zerbricht. Der 26. April 1937 fiel auf einen Montag, und wie üblich waren wieder zahlreiche Bauern aus dem Umland zum Markt in der baskischen Stadt Gernika gefahren. Es war ein sonniger Frühlingsmorgen, und kaum jemand wird dem Aufklärungsflugzeug große Beachtung geschenkt haben, das gegen 11 Uhr vormittags über den Häusern kreiste. Zwar herrschte Bürgerkrieg im Lande, aber der hatte die Stadt bisher verschont. Auch ein zweiter Überflug gegen 15 Uhr alarmierte noch niemanden.

Aber eine Stunde später ertönte von Norden her das Dröhnen mächtiger Flugzeugmotoren. An Bord des britischen Kriegsschiffs HMS Hood sah der junge Marineoffizier Michael Culme-Seymour einen endlosen Strom von Flugzeugen, die sich über der Bucht von Vizcaya und an der Mündung des Flusses Mundaca zum Angriff auf das alte Städtchen sammelten. Vom Kloster Los Carmelites im Zentrum läuteten nun die Glocken von Santa María, doch deren warnende Klänge gingen in dem unter, was jetzt und aus heiterem Himmel über Gernika hereinbrach.“

(Quelle: welt.de )

Guernica. Guernica ist wohl Picassos berühmtestes Werk – und auch sein umstrittenstes.

Warum wurde dieses Werk so berühmt?

Weil Picasso eine unermessliche menschliche Tragödie auf seine eigene Art in ein monumentales Kunstwerk übertragen.

Natürlich hätte dieses Werk nie solche Aufmerksamkeit bekommen, wenn es nicht auch noch als Attraktion im spanischen Pavillon der Weltausstellung 1937 in Paris gezeigt worden wäre.

Der geniale Künstler und der Meister der Inszenierung trafen hier zusammen.

5. Fazit: Malen & Machen

Aktion ist der fundamentale Schlüssel zu allem Erfolg.

Pablo Picasso

In diesem Teil geht es um Werbung. Und jetzt mal Hand auf’s Herz: Wenn Du es Dir aussuchen könntest, wieviel Zeit würdest am liebsten in Werbung investieren?

Ich tippe mal, dass die meisten Künstler sich am liebsten um die Werbung in eigener Sachen drücken würden. Vielleicht gibt es deswegen nur so wenige, die von ihrer Kunst leben können?

Ich bin Picasso sehr dankbar für das Zitat, das diesen Abschnitt einleitet. Erfolg hat nur, wer aktiv wird.

Für Dich als Künstler bedeutet das:

Malen & Machen

Mit Rumsitzen wird kein Künstler erfolgreich. Es sind diese beiden Faktoren, die Picasso zu einem solch großen Künstler gemacht haben. Er hätte einen unbändigen Schaffensdrang, war einer der produktivsten Künstler der Welt und dann gleichzeitig hat er sich um die professionelle Vermarktung seiner Kunst gekümmert. Dabei hat er sich zum Einen die besten Kunstvermarkter gesucht und außerdem hat er sich selbst geschickt vermarktet.

Er hat dies gemacht, er hat das gemacht und das hat er auch noch gemacht.

Kurz: Er hat gemacht.

Wenn Du Picasso auf seinen Spuren folgen willst, dann fang an, die Inhalte umzusetzen:

Male und mache!

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei,

Matthias Klopp

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Kannst Du erkennen, wie diese 7 nachvollziehbaren Schritte Picasso zum König des Kunstmarkts gemacht haben?

Die gute Nachricht: Für alle, die mehr Details, Beispiele, Erklärungen und Anleitungen zu diesen 7 Schritten wollen, habe ich den Online-Workshop „In 7 Schritten vom Künstler zum Star“ entwickelt.

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