Wie Künstler erfolgreich ihre Kunst verkaufen

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Instagram-Fotograf Daniel Arnold machte 15.000 USD an einem Tag

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Der amerikanische Fotograf Daniel Arnold hat an einem Tag Bestellungen über 15.000 US-Dollar für Abdrucke seiner Fotografien bekommen. Einen Tag vorher war er noch pleite.

Dann hat er an seinem Geburtstag folgende Nachricht über seinen Instagram-Account veröffentlicht:

Hallo, ich bin in dieser Sekunde 34 geworden. Nur für einen Tag verkaufe ich 4×6 Drucke von was immer Du aus meinem Instagram-Archiv haben möchtest für $150 pro Abzug. Ich schwöre, ich werde nie wieder etwas so günstig verkaufen. Wenn Du interessiert bist, schick einen Screenshot des/der Foto/s Deiner Wahl an arnoldaniel@gmail.com (ein d) und ich schicke Dir eine PayPal-Rechnung, gefolgt von einem signierten Druck. Ganz einfach. Alles Gute zu meinem Geburtstag. Ich liebe Dich (Quelle: Forbes.com)

Wer sein Feld gut bestellt, ausreichend sät und für gutes Wachstum sorgt, der kann auch eine gute Ernte einfahren

Die Reaktion überwältigte ihn: Innerhalb eines Tages erhielt er Bestellungen über 15.000 USD. Zu dieser Zeit hatte er wohl ca. 20.000 Abonnenten seines Instagram-Accounts (heute sind es über 100.000).

So ein Erfolg kommt also (mal wieder…) nicht über Nacht. Er hat dazu über eine lange Zeit immer neue, Hunderte von Fotos veröffentlicht. Er hat sich also einen Namen gemacht und eine Art „Fan-Basis“ aufgebaut, der er dann so mit seiner Nachricht auch erreichen konnte – und die auf den fruchtbaren Boden fiel, den er zuvor so sorgfältig bereitet hatte.

Interessant wird es auch, wenn ich mal ein wenig nachrechne:

15.000 USD entsprechen bei 150 USD pro Bild gleich 100 Bestellungen. Das sind innerhalb von 24 Stunden immer noch eine ganze Menge. Aber interessant ist das Verhältnis zu den „Empfängern“: Wenn er zu diesem Zeitpunkt ca. 20.000 Fans hatte, die diese Nachricht bekommen haben, dann haben 0,5% seiner Fans ein Bild bestellt. Das ist trotzdem eine gute Quote. Es zeigt aber auch, dass Du eine ganze Menge von Menschen brauchst, die Deine Kunst mögen und zu denen Du einen direkten (Kommunikations-)Draht hast. Nur dann, kannst Du „über Nacht“ 100 Deiner Kunstwerke für 15.000 USD verkaufen.

Ein Niemand in der realen Kunstwelt
– online ein Star

Arnold ist in keiner Galerie zu sehen, es gibt keine Bildbände von seinen Fotos. In der „realen“ Kunstwelt ist er ein Niemand. Aber online ist er mit über 100.000 „Followern“ ein Star auf der Bilder-Plattform Instagram.

Jetzt berichten immer mehr Medien über ihn und er wird bekannter. Damit steigen natürlich auch seine Chancen, dass „reale“ Galerien auf ihn aufmerksam werden. Wer weiß, vielleicht gibt es eben dann doch auch einen gedruckten Bildband mit seinen Fotos?

Es muss heute nicht mehr der klassische Weg über Galerien und Ausstellungen sein, um sich in der Kunstwelt einen Namen zu machen und von seiner Kunst leben zu können. Wer allerdings glaubt, es würde reichen, mal eben 4-5 Kunstwerke im Internet zu veröffentlichen und dann einfach abzuwarten… ja, der kann lange warten.

Ohne die altbewährten Zutaten geht es auch heute nicht: Kunstwerke, die die Menschen ansprechen, Arbeit, nochmal Arbeit, handwerkliches Können, Ausdauer und regelmäßige Veröffentlichungen bzw. Kontakt mit seinem Publikum.

Nicht umsonst sagt man, dass sich jemand „einen Namen gemacht“ hat. Daniel Arnold hat sich online einen Namen „gemacht“. Er hat sich seinen Namen nicht „gewartet“.

Weitere Informationen:

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